Die Zweitliga-Volleyballerinnen des VC Osnabrück haben ihr letztes Heimspiel der Saison 2025/26 mit 0:3 gegen den neuen und alten Meister SCU Emlichheim verloren. Vor weit über 500 Zuschauern in der Schlosswallhalle hielten die Gastgeberinnen kämpferisch dagegen, mussten sich dem Favoriten am Ende aber mit 15:25, 17:25 und 20:25 geschlagen geben.
Für den VC Osnabrück war es trotz der Niederlage ein besonderer Abend. Die Schlosswallhalle war bestens gefüllt, die Atmosphäre emotional, der Rahmen eines Zweitliga-Heimspiels mehr als würdig. Auf der anderen Seite stand allerdings ein Team, das auch in Osnabrück seine Meisterklasse zeigte: Emlichheim präsentierte sich mit starken Aufschlägen, viel Variabilität im Angriff und einer reaktionsschnellen Block-Feldabwehr.
Emlichheim setzt sich früh ab
Im ersten Satz geriet der VCO schnell ins Hintertreffen. Die Gäste führten früh mit 9:4, bauten ihren Vorsprung auf 20:9 aus und holten sich den Durchgang schließlich mit 25:15. Osnabrück stemmte sich zwar gegen den klaren Favoriten, konnte die Dominanz des SCU in dieser Phase aber nicht entscheidend bremsen.
Auch im zweiten Satz blieb das Bild zunächst ähnlich. Bis zum 7:9 hielten die Gastgeberinnen die Partie offen, dann setzte sich Emlichheim mit einer Aufschlagserie deutlich ab und zog auf 19:8 davon. Der VCO kämpfte sich mit der lautstarken Unterstützung von den Rängen noch einmal auf 14:21 heran, musste den Satz aber am Ende mit 17:25 abgeben.
VCO steigert sich im dritten Satz
Nach der Pause zeigte Osnabrück noch einmal, dass sich das Team gegen den Meister keineswegs kampflos ergeben wollte. Die Gastgeberinnen starteten stark in den dritten Abschnitt und gingen mit 5:3 in Führung. Emlichheim nahm früh eine Auszeit, unterbrach damit den Rhythmus des VCO und drehte die Partie wieder zu einer 11:7-Führung.
Osnabrück blieb jedoch dran und verkürzte noch einmal auf 11:12. Erst in der Schlussphase setzte sich die größere Routine des Meisters durch. Emlichheim spielte den Satz schließlich souverän mit 25:20 zu Ende und machte damit den 3:0-Erfolg perfekt.
Gunnar Kraus lobt die Leistung seines Teams
VCO-Trainer Gunnar Kraus zeigte sich nach der Partie trotz des klaren Ergebnisses zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. „Wir sind mit der Leistung voll zufrieden, mit dem Ergebnis nicht so. Die Punkte und den Sieg holen wir dann halt jetzt in Düsseldorf“, sagte der Coach. Positiv bewertete er unter anderem, dass sein Team in der Annahme stabiler agierte als zunächst befürchtet. Auch die Entwicklung auf den Rängen hob er hervor: „Und die Zuschauertendenz bei uns ist natürlich auch bombe.“
Silber-MVP wurde erstmals Mailin Kreymborg. Die Außenangreiferin überzeugte mit Schlaghärte und vielen Punkten, erkannte die Klasse des Gegners aber ebenfalls an. „Emlichheim ist in allen Elementen sehr gut und hat eine so super Saison gespielt. Die hatten einen sehr hohen Block und so war es für uns schwierig, Punkte zu machen. Außerdem haben sie in der Abwehr dann auch alles rausgekratzt“, sagte Kreymborg. Mit Blick auf die eigene Leistung ergänzte sie: „Unsere Annahme fand ich aber sehr stabil, leider haben wir zu viele Fehler gemacht.“
Meisterehrung für Emlichheim, Applaus für VCO
Während die mitgereisten Emlichheimer Fans schon nach dem zweiten Satz mit goldenen „Meister“-Buchstaben auf der Tribüne feierten, nutzte auch der VC Osnabrück den letzten Heimspieltag traditionell für Ehrungen und Danksagungen. Das Osnabrücker Kinderhospiz erhielt einen Scheck über 2800 Euro. Das Geld war beim Spiel gegen Bonn durch Zuschauerspenden zusammengekommen und wurde vom Hauptsponsor Volksbank verdoppelt.
Großen Applaus bekamen zudem die langjährigen Leistungsträgerinnen Linda Dieckmann, Lena Thiel und Rebecca Land, die ab Sommer nicht mehr zum Team der 1. Damen gehören werden. Ebenfalls geehrt wurden zahlreiche ehrenamtliche Helfer, ohne die die Zweitligasaison nicht möglich gewesen wäre. Auch die weibliche U16 wurde für Platz drei bei der Nordwestdeutschen Meisterschaft gewürdigt.
Für den VCO geht es noch um den Klassenerhalt
Der stimmungsvolle Abend gegen Meister Emlichheim war zwar das letzte Heimspiel der Saison, beendet ist die Spielzeit für den VC Osnabrück damit aber noch nicht. Nach den jüngsten Entwicklungen läuft alles auf ein Endspiel um den Klassenerhalt hinaus.
Am Samstag, 25. April, gastiert der VCO um 19 Uhr in Düsseldorf. Dort entscheidet sich dann, ob die Osnabrückerinnen den Verbleib in der 2. Liga Nord sichern können.
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