Der Bundesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Tomi Neckov, kritisiert die unzureichende Klimatisierung von Kitas und Schulen in Deutschland. Er warnt vor Gesundheitsrisiken für Kinder und Beschäftigte, weil Gebäude sich bei Hitzewellen stark aufheizen und Träger nicht ausreichend gegensteuern. Neckov fordert eine bessere Ausstattung mit Klimaanlagen und eine klare Priorisierung der notwendigen Investitionen.
VBE-Chef warnt vor Gefährdung durch Hitze
Tomi Neckov
Während viele Bürogebäude mit Klimaanlagen ausgestattet seien, fehlten solche Anlagen laut Neckov in Kitas und Schulen. „Die Sicherheit der Kinder und Beschäftigten darf nicht gefährdet werden. Es gibt aber Fälle, in denen das so ist, weil sich Gebäude aufheizen und nicht ausreichend Maßnahmen von den Trägern ergriffen werden. Das darf so nicht sein“, sagte er der „Frankfurter Rundschau“ von Ippen-Media.
Finanzielle Hürden und fehlende Prioritäten
Der Einbau von Klimaanlagen liegt Neckov zufolge in der Zuständigkeit der öffentlichen und privaten Träger. Viele von ihnen würden vor der Installation von Heizungs-, Luftfilter- und Klimaanlagen abwägen, wie oft es tatsächlich zu besonderen Temperaturvorkommnissen oder auch Erkältungswellen komme, sagte er der „Frankfurter Rundschau“ von Ippen-Media.
„Wünschenswert wäre eine optimale Ausstattung, mit der adäquat darauf reagiert werden kann. Die Realität sieht aber anders aus. Das liegt oft schlicht an den fehlenden finanziellen Mitteln. Hier gilt es zu priorisieren“, erklärte der VBE-Vorsitzende gegenüber der „Frankfurter Rundschau“ von Ippen-Media.
Blick auf andere Länder gefordert
Mit Blick auf mögliche Lösungswege mahnte Neckov laut „Frankfurter Rundschau“ von Ippen-Media an: „Wir müssen von den Ländern lernen, die schon immer mit hohen Temperaturen umgehen.“
