Die USA haben erneut Ziele im Iran angegriffen und dabei nach Angaben aus Regierungskreisen vier Drohnen abgeschossen sowie eine Kontrollstation in der Hafenstadt Bandar Abbas getroffen. Während Washington die Einsätze laut CBS News als „defensiver Natur“ und zur Aufrechterhaltung eines Waffenstillstands beschreibt, verurteilte der Iran frühere Attacken als „schwere Verletzung des Waffenstillstands“ und meldete als Vergeltung Angriffe auf einen US-Stützpunkt.
US-Regierung spricht von defensiven Maßnahmen
Der US-Sender CBS News berichtete unter Berufung auf Regierungsvertreter, die jüngsten Angriffe der USA auf Ziele im Iran seien „defensiver Natur“ gewesen. Demnach wurden vier iranische Drohnen abgeschossen und eine Kontrollstation in der Hafenstadt Bandar Abbas getroffen, die kurz davor gestanden haben soll, eine fünfte Drohne zu starten.
Ein nicht namentlich genannter Regierungsbeamter erklärte laut CBS News, dass der Waffenstillstand zwischen den USA und Iran weiterhin als haltend angesehen werde. „Diese Maßnahmen waren maßvoll, rein defensiv und dienten der Aufrechterhaltung des Waffenstillstands“, fügte er hinzu. Die Angriffe erfolgten nur zwei Tage, nachdem das US-Zentralkommando eine frühere Runde von „Selbstverteidigungsschlägen“ im Süden Irans bestätigt hatte, bei denen Raketenabschussstellen und iranische Boote getroffen wurden, die angeblich Minen legen wollten.
Reaktion aus Teheran
Der Iran verurteilte die früheren Angriffe und bezeichnete sie als „schwere Verletzung des Waffenstillstands“. Als Vergeltung für die neuen nächtlichen US-Angriffe meldete das iranische Staatsfernsehen Angriffe auf einen US-Stützpunkt. Weitere Details wurden zunächst nicht genannt.
Druck aus Washington auf langfristiges Abkommen
US-Präsident Donald Trump drängt den Iran, ein langfristiges Abkommen mit den USA zu schließen, und droht, andernfalls eine großangelegte Bombenkampagne wieder aufzunehmen. Über das Wochenende äußerte der Präsident Optimismus und sagte, ein Friedensabkommen sei „weitgehend ausgehandelt“. Am Mittwoch zeigte sich Trump bei einem Kabinettstreffen jedoch weniger zuversichtlich und erklärte, dass die USA „nicht zufrieden“ seien.
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