# USA drohen EU und 59 Staaten mit neuen Strafzöllen Datum: 03.06.2026 11:29 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/usa-drohen-eu-und-59-staaten-mit-neuen-strafzoellen-718744/ --- Die US-Regierung hat insgesamt 60 Volkswirtschaften, darunter die EU, mit neuen Zusatzzöllen von 10 bis 12,5 Prozent gedroht. Begründet wird der Schritt mit angeblich unzureichenden Maßnahmen dieser Länder gegen Zwangsarbeit. Die betroffenen Staaten haben zunächst Gelegenheit, Einwände vorzubringen, bevor über das Inkrafttreten der Zölle entschieden wird. ## Druck der USA auf Handelspartner wegen Zwangsarbeit Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer erläuterte am Mittwoch, die Maßnahme richte sich gegen Länder, die aus Sicht der USA nicht genug dafür tun, Zwangsarbeit zu bekämpfen. Zu den betroffenen Handelspartnern zählen demnach neben der EU unter anderem auch das Vereinigte Königreich, Kanada und Japan. Die angekündigten Zölle sollen zwischen 10 und 12,5 Prozent liegen und würden Waren aus diesen Volkswirtschaften verteuern. Die US-Handelsbehörde erklärte, alle genannten Volkswirtschaften hätten es versäumt, „ein gesetzliches Verbot für die Einfuhr von Waren, die ganz oder teilweise durch Zwangsarbeit hergestellt wurden, zu erlassen und durchzusetzen“. Dieses Versäumnis sei der zentrale Grund für die geplanten Strafzölle, die sich ausdrücklich gegen Importe richten, bei denen ein Zusammenhang mit Zwangsarbeit vermutet wird. ### Unfaire Konkurrenz und weiteres Verfahren Greer sagte, dass der Handel mit Ländern, die Waren aus Zwangsarbeit importieren, „eine unfaire Konkurrenzsituation für US-Arbeitskräfte“ schaffe. Die Strafzölle sollen jedoch nicht unmittelbar in Kraft treten. Zunächst können betroffene Staaten und andere Beteiligte bis zum 6. Juli Einwände geltend machen, am 7. Juli ist eine öffentliche Anhörung vorgesehen. ### Politischer Hintergrund in den USA Für viele Beobachter kommt die Ankündigung nicht überraschend. US-Präsident Donald Trump hatte bereits im Februar, nachdem der Oberste Gerichtshof der USA die sogenannten „Liberation Day“-Zölle für unrechtmäßig erklärt hatte, angekündigt, die wegfallenden Zölle „auf Basis einer neuen Gesetzesgrundlage ersetzen zu wollen“. Die nun geplanten Maßnahmen stehen in diesem Zusammenhang und sollen eine neue rechtliche Grundlage für zusätzliche Handelsabgaben schaffen. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück