# Unionsabgeordnete fordern vollständigen Ausgleich der kalten Progression Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-03T15:32:15+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-03T15:32:20+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/unionsabgeordnete-fordern-vollstaendigen-ausgleich-der-kalten-progression-751057/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Mehrere CDU- und CSU-Politiker verlangen, die kalte Progression für 2027 und 2028 komplett auszugleichen. Die bisher geplante Steuerentlastung von rund sieben Milliarden Euro netto soll damit mehr als verdoppelt werden. Der CSU-Finanzpolitiker Florian Dorn fordert netto über 15 Milliarden Euro. ## Forderungen der Unionsabgeordneten Der CSU-Finanzpolitiker Florian Dorn sagte der "Bild": "Um den Kaufkraftverlust 2027 und 2028 auszugleichen, muss die Steuerentlastung mindestens doppelt so hoch wie geplant sein – netto eher bei mehr als 15 Milliarden Euro. Da müssen wir im parlamentarischen Verfahren ran." Die vom Bundeskabinett am Mittwoch beschlossenen Entlastungen umfassen rund sieben Milliarden Euro netto. Dorn betonte, zur Wachstumsstimulierung müsse die Entlastung noch höher als 15 Milliarden Euro ausfallen. Im Gegenzug könne man bei den Staatsausgaben ansetzen. "Allein bei den Finanzhilfen" sei ein Volumen von bis zu fünf Milliarden Euro pro Jahr "durchaus möglich". ### Kritik aus der CDU-Fraktion Die CDU-Bundestagsabgeordneten Melanie Bernstein und Saskia Ludwig unterstützen den Ausgleich der kalten Progression. Bernstein erklärte: „Selbst die Ampel hat die kalte Progression vollständig ausgeglichen“. Da könne man als CDU-Regierung doch nicht einknicken. Saskia Ludwig kündigte an, ohne vollständigen Abbau der kalten Progression das Steuergesetz im Bundestag abzulehnen. Sie habe dem Bundeskanzler bereits im November 2025 mitgeteilt, dass sie keinen weiteren Gesetzesvorschlägen zustimmen werde, die "Leistungsträger zusätzlich zur Kasse bitten". ### Prüfung durch den Mittelstandskreis Der Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand (PKM) in der CDU/CSU-Fraktion, Christian von Stetten, kündigte an, das beschlossene Steuergesetz genau zu prüfen. Der PKM-Vorstand habe am 20. Mai einen Beschluss gefasst, in dem die Erwartungen an die Regierung formuliert worden seien, sagte von Stetten der „Bild“. Das werde man ab nächster Woche tun. In dem Beschluss lehnt der PKM unter anderem Mehrbelastungen bei der Einkommensteuer zur Gegenfinanzierung ab. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück