# Union will Mieterschutz lockern: Streit um Kurzzeitverträge Datum: 10.07.2026 09:16 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/union-will-mieterschutz-lockern-streit-um-kurzzeitvertraege-731251/ --- CDU/CSU fordern Entschärfung des Mieterschutzgesetzes für Vermieter. Die Unionsfraktion im Bundestag stellt zentrale Teile des geplanten Mieterschutzgesetzes der Bundesregierung infrage. Bei der ersten Lesung des Gesetzentwurfs forderten CDU- und CSU-Abgeordnete eine Lockerung der Regelungen, insbesondere bei Kurzzeitmietverträgen und Schonfristen für Mieter. Ziel sei es, die Interessen von Vermietern stärker zu berücksichtigen. ## Union fordert mehr Rechte für Vermieter Die rechtspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Susanne Hierl (CSU), unterstrich die Notwendigkeit eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen Mieterschutz und den Belangen von Vermietern. Laut Berichten der Deutschen Presse-Agentur (dpa) betonte sie, dass die aktuellen Pläne der Regierung zu einseitig zugunsten der Mieter ausfielen. Die Union plädiert daher für Anpassungen, die Vermietern mehr Flexibilität ermöglichen. ### Wohnungsmarkt unter Druck von beiden Seiten Hintergrund der Debatte ist der wachsende Druck auf den Wohnungsmarkt, der sowohl Mieter als auch Vermieter vor Herausforderungen stellt. Während die Bundesregierung mit dem Gesetzentwurf vor allem den Schutz von Mietern stärken will, sieht die Union darin eine Überregulierung, die den Markt zusätzlich belasten könnte. ### Union will Kurzzeitmieten erleichtern Die Forderungen der Union zielen darauf ab, Kurzzeitmietverträge zu erleichtern und Schonfristen für Mieter zu verkürzen. Dies soll Vermietern die Möglichkeit geben, schneller auf Marktveränderungen zu reagieren. Kritiker befürchten jedoch, dass solche Lockerungen die Position von Mietern schwächen und zu mehr Unsicherheit führen könnten. ### Mieterschutz spaltet die politische Debatte Die Diskussion zeigt, wie kontrovers das Thema Mieterschutz in der Politik diskutiert wird. Während die eine Seite mehr Flexibilität für Vermieter fordert, pocht die andere auf den Schutz der Mieter vor willkürlichen Kündigungen und überhöhten Mieten. Eine Einigung scheint derzeit noch in weiter Ferne. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück