# Union stellt Tabaksteuererhöhung nach geplatzter Entlastungsprämie infrage Datum: 14.05.2026 15:09 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/union-stellt-tabaksteuererhoehung-nach-geplatzter-entlastungspraemie-infrage-712841/ --- Nach dem Aus der geplanten 1.000-Euro-Prämie zur Entlastung von Arbeitnehmern stellt die Union nun auch die dafür vorgesehene Gegenfinanzierung über eine vorgezogene Tabaksteuererhöhung infrage. Vertreter der Unionsfraktion und des Bundes der Steuerzahler kritisieren, dass Bürger trotz wegfallender Prämie weiter belastet würden und warnen vor negativen Folgen für Verbraucher und Wirtschaft. ## Union fordert Neubewertung der Tabaksteuer-Pläne Der finanzpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Fritz Güntzler, knüpft das Schicksal der Tabaksteuer an die abgesagte 1.000-Euro-Prämie. „Wenn die Entlastungsprämie vom Tisch ist, sollte man auch die Gegenfinanzierung ehrlich neu bewerten“, sagte Güntzler der „Bild“ (Freitagsausgabe). Die zum 1. September geplante, vorgezogene Erhöhung der Tabaksteuer war als Gegenfinanzierung für die Entlastungszahlung an Arbeitnehmer vorgesehen. Güntzler warnte in der „Bild“ davor, Verbraucher zusätzlich zu belasten. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht innerhalb weniger Wochen mehrere Belastungen übereinanderlegen“, sagte Güntzler der Zeitung. ### Warnung vor doppelter Steuererhöhung und Schmuggel Nach Einschätzung von Güntzler würde eine doppelte Tabaksteuererhöhung in kurzer Zeit vor allem die Verbraucher treffen und zugleich falsche Anreize setzen. „Am Ende schnüren wir sonst unbeabsichtigt ein Konjunkturpaket für den organisierten Zigarettenschmuggel.“ Steuerpolitik brauche daher „Augenmaß, Verlässlichkeit und ein gutes Timing“. Deshalb spreche vieles dafür, die Tabaksteuer jetzt nicht vorzuziehen, sondern die Lage in Ruhe neu zu bewerten. ### Kritik vom Bund der Steuerzahler Auch der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel, kritisierte das Festhalten an der Tabaksteuererhöhung. Holznagel sagte der „Bild“: „Das ist schon ein bemerkenswerter Vorgang: Die steuer- und abgabenfreie 1.000-Euro-Energieprämie kommt nicht, die Gegenfinanzierung über höhere Tabaksteuern aber trotzdem.“ Der Bürger verliere damit die versprochene Entlastung, der Staat behalte jedoch die zusätzliche Belastung zur Haushaltssanierung. „Genau so entsteht der Eindruck, dass es am Ende nie um echte Entlastungen geht, sondern vor allem um immer neue Einnahmen für den Staat.“ ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück