# Union blockiert Steuerreform ohne Optionsmodell Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-11-06T17:02:09+01:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-11-06T17:02:13+01:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/union-blockiert-steuerreform-ohne-optionsmodell-775179/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Die Union droht der SPD mit einer Blockade der geplanten Steuerreform. Voraussetzung für eine Zustimmung sei ein praktikables Modell, das Personengesellschaften den Wechsel in die Körperschaftsteuer ermöglicht. Bisher liegt jedoch kein Vorschlag der Bundesregierung vor, obwohl eine Frist bis Herbst 2026 vereinbart wurde. ## Reichensteuer und Körperschaftsteuer im Vergleich Die Koalition aus Union und SPD hat sich auf eine Anhebung des Reichensteuersatzes von 45 auf 47 Prozent geeinigt. Gleichzeitig soll die Körperschaftsteuer schrittweise von 15 auf 10 Prozent sinken. Dadurch entstünde eine Differenz von sieben Prozentpunkten in der Besteuerung von Unternehmen, abhängig von ihrer Rechtsform. Mathias Middelberg, stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion, kritisierte diese Entwicklung. “Ein so weites Auseinanderfallen der Besteuerung je nach Rechtsform des Unternehmens ist inakzeptabel”. Die Union fordert daher ein praxistaugliches Optionsmodell, das Personengesellschaften den Wechsel in die Körperschaftsteuer erleichtert. ### Frist verstrichen, Vorschlag fehlt Bereits im Koalitionsbeschluss von Anfang Juli war vereinbart worden, dass die Bundesregierung bis Herbst 2026 eine "Verbesserung des Optionsmodells" vorlegen soll. "Bis zum Herbst 2026" werde die Bundesregierung diesen Vorschlag unterbreiten. Middelberg zeigte sich im Gespräch mit dem "Handelsblatt" unzufrieden. "Bislang liegt dafür leider noch immer kein Vorschlag vor". "Die Einkommensteuerreform ist nicht zustimmungsfähig ohne ein wirklich praktikables Modell, das Personengesellschaften den Wechsel in die Besteuerung nach der Körperschaftsteuer ermöglicht". Ohne eine Lösung für das Optionsmodell lehne die Union die geplante Steueranhebung ab. "Ohne ein praktikables Optionsmodell aber kann es aus meiner Sicht keine Zustimmung zu der geplanten Steueranhebung geben." --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück