# Union blockiert Hubigs Pläne zur Entkriminalisierung von Schwarzfahren Datum: 07.04.2026 10:09 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/union-blockiert-hubigs-plaene-zur-entkriminalisierung-von-schwarzfahren-699970/ --- Die Union weist Pläne von Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) zur Entkriminalisierung des Schwarzfahrens strikt zurück. Während CDU-Politiker Günter Krings vor sozialen und finanziellen Folgen warnt, erhält Hubig Unterstützung von den Linken, die von „Klassenjustiz“ sprechen. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stehen die strafrechtliche Bewertung des Schwarzfahrens und die Höhe der Ticketpreise. ## Union warnt vor Folgen für zahlende Fahrgäste Der Vorstoß von Justizministerin Stefanie Hubig (SPD), das Schwarzfahren zu entkriminalisieren, stößt bei der Union auf deutliche Ablehnung. „Man kann sich über diesen erneuerten Vorstoß nur wundern“, sagte Fraktionsvize Günter Krings (CDU) der „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe). „Es wäre besser, wenn das Justizministerium sich mehr den wirklichen Problemen im Strafrecht zuwendet.“ Krings betonte gegenüber der „Rheinischen Post“, eine Entkriminalisierung des Schwarzfahrens werde es mit der Union nicht geben. „Eine Entkriminalisierung des Schwarzfahrens wird es mit der Union nicht geben.“ Es gehe auch „nicht um einen Streich, sondern um ein gemeinschädliches Betrugsdelikt“. Nach den Worten des Rechtsexperten ist die Einstufung des Schwarzfahrens als Straftat aus seiner Sicht Grundlage für wirksame Kontrollen: Nur weil das Schwarzfahren eine Straftat sei, dürften Fahrkartenkontrolleure heute eine verdächtige Person so lange festhalten, bis die Polizei vor Ort sei. Krings argumentierte in der „Rheinischen Post“ weiter, ohne die strafrechtliche Absicherung würden Kontrollen an Wirkung verlieren. „Da Kontrollen ohne das Strafrecht keinen Sinn mehr machen würden, würde es dann natürlich viel mehr Passagiere ohne Ticket geben. Um das auszugleichen, müssten die Fahrpreise für alle anderen deutlich steigen“, so der Rechtsexperte. ### Debatte um soziale Gerechtigkeit und Ticketpreise Eine solche Politik sei nicht sozial, „sondern treibt die Kosten für die Ehrlichen in die Höhe“, sagte Krings weiter der „Rheinischen Post“. Er verwies zudem darauf, dass bereits in den Koalitionsverhandlungen von Union und SPD ausführlich über das Thema gesprochen und es dann verworfen worden sei. Unterstützung für Hubigs Pläne kommt dagegen von den Linken. „Es ist ein Skandal, dass in diesem Land noch immer vor allem arme Menschen strafrechtlich verfolgt werden, weil sie sich ein Ticket nicht leisten können“, sagte Linksfraktionsvize Clara Bünger der „Rheinischen Post“. Das sei „Klassenjustiz“. Um das Schwarzfahren zu verringern, dürfe sich die Bundesregierung nach den Worten von Bünger nicht länger vor dem eigentlichen Problem, den unerschwinglichen Ticketpreisen, wegducken. „Ein Zurück zum 9-Euro-Ticket wäre hier ein sinnvoller Weg“, sagte Bünger der „Rheinischen Post“. „Wir brauchen wieder ein günstiges Ticket für alle, denn Mobilität ist ein Grundrecht und darf kein Luxus sein.“ ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück