# UN-Expertin warnt: Deutschland hinkt bei Frauengesundheit hinterher Datum: 07.03.2026 11:02 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/un-expertin-warnt-deutschland-hinkt-bei-frauengesundheit-hinterher-688972/ --- Nach Ansicht der Leiterin der Innovationsabteilung des UN-Bevölkerungsfonds UNFPA, Nigina Muntean, klafft in Deutschland eine erhebliche Lücke in der Gesundheitsversorgung von Frauen. In Interviews mit Zeitungen der Funke-Mediengruppe sprach sie von strukturellen Defiziten in Forschung, Diagnostik und medizinischer Innovation. Die von Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) angestoßene Debatte über Frauengesundheit habe damit eine neue Dynamik erhalten. ## Strukturelle Defizite in der Frauengesundheit In den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sprach Nigina Muntean von strukturellen Defiziten in Forschung, Diagnostik und medizinischer Innovation. Die Debatte hatte zuletzt Fahrt aufgenommen, nachdem Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) Deutschland in Bezug auf Frauengesundheit als "Entwicklungsland" bezeichnet hatte, wie die Funke-Mediengruppe berichtete. Die Formulierung sei zwar provokant, sagte Muntean, mache aber auf ein reales Problem aufmerksam. "Alle Länder sind Entwicklungsländer, wenn es um die Gesundheit von Frauen geht", so Muntean laut Funke-Mediengruppe. ### Gesundheitslücke mit wirtschaftlichen Folgen Im Durchschnitt würden Frauen neun Jahre ihres Lebens in einem schlechteren Gesundheitszustand verbringen als Männer, erklärte Muntean den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Der Gender-Health-Gap wirke sich nach Einschätzung der Expertin auch wirtschaftlich aus. Wenn Krankheiten bei Frauen später erkannt oder schlechter behandelt würden, führe das zu längeren Krankheitszeiten, mehr Fehltagen und geringerer Produktivität. "Für die Wirtschaft ist der Gender Health Gap daher giftig", sagte Muntean weiter gegenüber der Funke-Mediengruppe. ### Drei Schritte für bessere Versorgung Um die Situation zu verbessern, fordert Muntean auch für Deutschland vor allem drei Schritte. Nötig sei eine systematische Erhebung von Gesundheitsdaten nach Geschlecht, deutlich mehr Investitionen in Forschung zur Frauengesundheit sowie eine stärkere Innovationsförderung in diesem Bereich. "Wenn es uns gelingt, diese drei Bereiche zusammenzubringen, dann bin ich zuversichtlich, dass wir in relativ kurzer Zeit spürbare Fortschritte sehen können", sagte Muntean den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück