# Umweltminister fordert Autobauer zu mehr Kauf von grünem Stahl Datum: 14.02.2026 00:05 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/umweltminister-fordert-autobauer-zu-mehr-kauf-von-gruenem-stahl-683549/ --- Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hat die deutschen Autohersteller dazu aufgerufen, mehr Rohstoffe im eigenen Land zu beziehen. Er dringt auf stärkeren „Standort-Patriotismus“ der Konzerne und spricht sich für eine bevorzugte Vergabe von Aufträgen an europäische Anbieter aus. Zugleich betont er die Bedeutung einer eigenständigen Stahlproduktion in Deutschland und kündigt neue Anreize für den Einsatz von grünem Stahl an. ## Appell an Autohersteller und Stahlbranche Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) fordert die deutsche Automobilindustrie auf, ihre Beschaffungspolitik stärker auf heimische und europäische Anbieter auszurichten. „Ein bisschen mehr Standort-Patriotismus können wir schon erwarten von den Konzernen“, sagte Schneider der „Frankfurter Rundschau“. Deutschland brauche weiterhin eine eigene funktionierende Stahlproduktion, um unabhängig und stark zu bleiben, so Schneider. Deshalb sei staatliche Förderung für Hersteller wie Thyssenkrupp auf dem Weg zur Dekarbonisierung wichtig: „Und darum bin ich auch dafür, dass wir in Europa bevorzugt bei europäischen Anbietern einkaufen“, erklärte er der „Frankfurter Rundschau“. ### Kritik an Stahlimporten und Plädoyer für grünen Wasserstoff Vorschläge, Stahlvorprodukte zum Beispiel in Saudi-Arabien zu beziehen, wo die Energiekosten gering sind, und in Deutschland nur noch zu veredeln, lehnt der Politiker ab. „Ich bin für Leitmärkte für Stahl, der aus grünem Wasserstoff hergestellt ist. Es ist gut, dass die Bahn jetzt erstmals grünen Stahl aus Europa für ihre Schienen kauft. Auch für Autos würde sich das anbieten. Bislang halten sich die Automobilhersteller noch zurück“, sagte Schneider der „Frankfurter Rundschau“. ### Anreize über Plug-in-Hybride nach 2035 Das Zögern der Branche beim Einsatz von grünem Stahl bedauere er, wolle aber neue Anreize schaffen, so Schneider. „Wer zum Beispiel nach 2035 noch Plug-in-Hybride auf den Markt bringen will, kann die Mehremissionen ausgleichen, indem er grünen Stahl in der Produktion verwendet. Das ist die deutsche Position, für die wir in Brüssel antreten. Ich weiß, dass das nicht jedem in der Branche gefällt“, sagte er der „Frankfurter Rundschau“. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück