Das Wählerpotenzial der FDP wächst einer Umfrage zufolge wieder an. Laut einer Erhebung des Instituts für Demoskopie Allensbach für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Donnerstagausgabe) steigt sowohl die Zahl der Menschen, die die FDP für notwendig halten, als auch der Kreis derjenigen, die sich grundsätzlich eine Wahl der Partei vorstellen können.
Wachsende Zustimmung für die FDP
In der Bevölkerung sind dem Institut für Demoskopie Allensbach zufolge 24 Prozent überzeugt, dass die FDP gebraucht wird. Dieser Anteil schwankte über die vergangenen 25 Jahre hinweg zwischen 18 und 41 Prozent und erreichte seinen Tiefpunkt mit 18 Prozent in der Endphase der Ampel-Koalition. Knapp jedem Fünften ist es laut Allensbach auch wichtig, dass die FDP bei der nächsten Bundestagswahl wieder in das Parlament einzieht; auch hier ist über die vergangenen zwei Jahre hinweg tendenziell ein Anstieg zu verzeichnen.
Der Kreis, der grundsätzlich bereit ist, bei einer Wahl, sei es auf Bundes-, Länder- oder kommunaler Ebene, die FDP zu unterstützen, liegt zurzeit bei 22 Prozent. Dieses weite Potenzial der FDP rekrutiert sich nach Angaben von Allensbach überdurchschnittlich stark aus Westdeutschland und den höheren sozialen Schichten, aber vor allem aus dem Kreis früherer FDP-Wähler.
Größeres Potenzial für liberalen Kurs
Das Potenzial des Liberalismus ist Allensbach zufolge noch signifikant größer: 31 Prozent ist es wichtig, dass im politischen Spektrum auch eine liberale Partei vertreten ist. Diese Überzeugung wird laut Institut auch von der jungen Generation und quer durch alle sozialen Schichten ähnlich vertreten.
Deutliche Lücken zwischen Anspruch und Wahrnehmung
Gleichzeitig sieht Allensbach deutliche Defizite gegenüber den Erwartungen an eine liberale Partei. Die Abweichungen von dem Zielprofil sind demnach teilweise enorm – und dies, obwohl die FDP in der vergangenen Legislaturperiode teilweise die zuständigen Ministerien verantwortete. 71 Prozent erwarten von einer liberalen Partei, dass sie sich für eine solide Haushaltspolitik einsetzt, 38 Prozent attestieren dies der FDP. 60 Prozent erwarten die Förderung von Forschung und Innovationen, 28 Prozent haben den Eindruck, dass sich die FDP dafür engagiert. Einsatz für bessere und modernere Schulen erwarten 62 Prozent, 24 Prozent gehen laut Allensbach davon aus, dass dies auch ein Anliegen der FDP ist.
Die Umfrage wurde Allensbach zufolge vom 18. bis 30. April mündlich-persönlich durchgeführt, befragt wurden 1.015 Personen.
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