# Über 9.000 Zurückweisungen an Deutschlands Grenzen im Quartal Datum: 06.05.2026 05:09 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/ueber-9-000-zurueckweisungen-an-deutschlands-grenzen-im-quartal-709421/ --- Die Bundespolizei hat im ersten Quartal dieses Jahres 9.097 Menschen an den deutschen Grenzen zurückgewiesen. Ein Großteil dieser Maßnahmen erfolgte im Rahmen temporär eingeführter Grenzkontrollen, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervorgeht. Die Zahlen, über die der "Tagesspiegel" (Mittwochausgabe) berichtet, liegen deutlich unter den Werten des Vorjahres, als insgesamt 42.215 Zurückweisungen registriert wurden. ## Mehr als 7.000 Zurückweisungen bei temporären Grenzkontrollen Im Rahmen der temporär eingeführten Grenzkontrollen wurden nach Angaben der Bundesregierung 7.176 Personen zurückgewiesen. Die meisten Zurückweisungen erfolgten an der Grenze zu Frankreich (1.690), gefolgt von Österreich (1.397) und Polen (1.250). Es handelt sich dabei laut Bundesregierung um vorläufige Zahlen. Im vergangenen Jahr waren insgesamt 42.215 Menschen zurückgewiesen worden, davon 9.273 im ersten Quartal. ### Kritik der Grünen an Wirksamkeit und Rechtmäßigkeit Der innenpolitische Sprecher der Grünen, Marcel Emmerich, kritisierte das Vorgehen der Bundesregierung scharf. „Stationäre Grenzkontrollen und Zurückweisungen sind weder wirksam noch rechtmäßig“, sagte er der Zeitung „Tagesspiegel“ (Mittwochausgabe). Sie schadeten Europa, belasteten die Wirtschaft und würden tausende Polizeikräfte an Schlagbäume binden. Gerade in einer Wirtschaftskrise träfen die Kontrollen Speditionen und Lieferketten besonders hart und gefährdeten den reibungslosen Warenverkehr. Emmerich warf insbesondere Dobrindt vor, die Wirkung der Maßnahmen falsch darzustellen. „Dobrindt verkauft es als Sicherheit, dass entlang der Grenzen tausende Polizisten stehen und verschweigt, dass das Gegenteil der Fall ist. Sie fehlen an Bahnhöfen, Flughäfen und bei der Bekämpfung schwerer Kriminalität“, sagte er dem „Tagesspiegel“ (Mittwochausgabe). ### Vorwurf der „Symbolpolitik“ Emmerich sagte dem „Tagesspiegel“ (Mittwochausgabe), es gebe kein Gericht, das Dobrindts Linie bestätige, aber zahlreiche Entscheidungen, die sie für rechtswidrig erklärten. „Trotzdem hält der Innenminister an seiner Politik fest und spricht weiter von Einzelfällen. Das ist Realitätsverweigerung.“ Der Grünen-Politiker bezeichnete die Kontrollen als „Symbolpolitik“, die Millionen koste und kein einziges reales Problem löse. „Die Grenzblockaden müssen beendet und die rechtswidrigen Zurückweisungen gestoppt werden.“ ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück