# Trump verhängt neue 50-Prozent-Strafzölle auf Kanada-Importe Datum: 21.07.2026 07:44 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/trump-verhaengt-neue-50-prozent-strafzoelle-auf-kanada-importe-734346/ --- US-Präsident Donald Trump hat neue Zölle von 50 Prozent auf zahlreiche Waren aus Kanada angekündigt und damit den bestehenden Handelsstreit mit dem Nachbarland deutlich verschärft. Betroffen sind vor allem alltägliche Konsumgüter und bestimmte Industriewaren, während einige zentrale Rohstoffexporte ausgenommen bleiben. ## Trump kündigt 50-Prozent-Zölle auf kanadische Importe an US-Präsident Donald Trump hat neue Zölle von 50 Prozent auf eine Vielzahl von aus Kanada importierten Waren angekündigt. Der Präsident habe eine entsprechende Anordnung unterzeichnet, teilte das Weiße Haus mit. Grund sei eine „diskriminierende Behandlung“ von Alkohol- und Molkereiprodukten sowie US-Autos durch die kanadische Regierung, so das Weiße Haus. Betroffen sind alltägliche Konsumgüter wie Wein und Hockeyschläger sowie Industriegüter wie Zement. Einige wichtige Exporte wie Energie, Pottasche, kritische Mineralien und Fisch wurden jedoch verschont. ### Ausweitung des Handelskonflikts trotz USMCA-Abkommen Die Zölle sollen in 30 Tagen in Kraft treten und stellen eine bedeutende Eskalation der Handelskonflikte zwischen den nordamerikanischen Nachbarn dar. Die neuen Zölle gelten für alle betroffenen Waren, unabhängig davon, ob das Produkt unter das bestehende Freihandelsabkommen zwischen Kanada, den USA und Mexiko, bekannt als USMCA, fällt. Die USA haben bereits aktive Zölle von 15 bis 50 Prozent auf kanadischen Stahl, Aluminium und Kupfer. Washington erhebt zudem einen 35-Prozent-Zoll auf kanadisches Weichholz und eine 25-Prozent-Steuer auf nichtamerikanische Teile in Autos. Kanada hat seinerseits einen 25-Prozent-Gegenzoll auf ausgewählte Importe von amerikanischem Stahl, Aluminium und Fahrzeugen. ### Rechtsgrundlage aus dem Jahr 1930 Für die neuen Zölle zog Trump eine Rechtsvorschrift aus dem Jahr 1930 heran. Diese ermöglicht es US-Behörden, gegen Länder vorzugehen, denen „diskriminierende“ Handelspraktiken vorgeworfen werden. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück