# Trotz Steuersenkung: Jeder fünfte Gastronom erhöht Preise Datum: 19.02.2026 13:43 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/trotz-steuersenkung-jeder-fuenfte-gastronom-erhoeht-preise-684304/ --- Trotz der Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen planen viele Gastronomiebetriebe in Deutschland Preiserhöhungen. Laut einer Dehoga-Umfrage unter knapp 700 Betrieben sehen sich mehr als 22 Prozent der Wirte gezwungen, ihre Preise anzuheben, wie das „Handelsblatt“ (Donnerstagsausgabe) berichtet. Parallel dazu verschärfen steigende Kosten und ein höherer Mindestlohn den wirtschaftlichen Druck auf die Branche. Die Zahl der Insolvenzen in der Gastronomie ist 2025 deutlich gestiegen. ## Preiserhöhungen trotz Steuerentlastung Die aktuelle Lage der Branche beschreibt Guido Zöllick, Dehoga-Präsident, gegenüber dem „Handelsblatt“ so: „Die Gastronomie steht weiterhin unter erheblichem Druck. Sinkende Umsätze treffen auf steigende Kosten vor allem beim Personal – nicht zuletzt durch den Mindestlohn.“ Die Mehrwertsteuer auf Speisen vor Ort sei zwar auf sieben Prozent gesenkt worden, was Zöllick als „wichtigen Schritt zur Stärkung der Branche“ bewertet. Gleichzeitig ist jedoch der gesetzliche Mindestlohn um 1,08 Euro auf 13,90 Euro gestiegen. Laut der Dehoga-Umfrage sehen sich mehr als 22 Prozent der Betriebe aufgrund dieser Entwicklung zu Stellenabbau gezwungen. Ebenso viele Wirte gaben in der Befragung an: „Wir erhöhen unsere Preise.“ Die Umfrageergebnisse stammen aus einer Erhebung des Branchenverbands Dehoga unter knapp 700 Gastronomiebetrieben, über die das „Handelsblatt“ berichtet. ### Betriebe unter wirtschaftlichem Druck „Viele Restaurants arbeiten am Limit“, sagte Zöllick dem „Handelsblatt“. Mehr als jeder dritte Gastronom (34,8 Prozent) bezeichnet seine geschäftliche Lage demnach als schlecht oder sehr schlecht. Jeder zweite Betrieb leidet unter sinkenden Gästezahlen, Nettoumsätzen und Gewinnen. ### Deutlich mehr Insolvenzen in der Gastronomie Die wirtschaftliche Anspannung spiegelt sich auch in den Insolvenzzahlen wider. Die Zahl der Insolvenzen stieg 2025 erneut – um knapp 32 Prozent auf 1.819 Fälle, ermittelte die Wirtschaftsauskunftei Crif für das „Handelsblatt“. Insgesamt stuft Crif aktuell 14.400 Gastro-Unternehmen als insolvenzgefährdet ein. „Besonders betroffen sind kleine, familiengeführte Lokale“, sagte Frank Schlein, Crif-Deutschlandchef, der Zeitung. „Ihnen fehle meist die finanzielle Stabilität, um die Kostensteigerungen aufzufangen.“ ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück