# Tödlicher Messerangriff in Regensburger Bankfiliale Datum: 24.07.2026 20:46 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/toedlicher-messerangriff-in-regensburger-bankfiliale-3-735484/ --- 20-Jähriger in U-Haft – Motiv unklar, Opfer war Zufallsopfer In einer Bankfiliale in Regensburg hat ein 20-jähriger Mann am Donnerstagnachmittag einen Mitarbeiter mit einem Messer tödlich verletzt. Der Tatverdächtige, der sich nach der Attacke in der Filiale verschanzt hatte, wurde nach einem Großeinsatz der Polizei festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Wie der Tagesspiegel und die Süddeutsche Zeitung berichten, wird der Deutsche dringend des Mordes und der schweren räuberischen Erpressung verdächtigt. Die Staatsanwaltschaft Regensburg bestätigte, dass ein Haftbefehl erlassen wurde, da keine Anhaltspunkte für Schuldunfähigkeit vorliegen. Dennoch soll der Mann psychiatrisch begutachtet werden, wie Staatsanwalt Thomas Schug mitteilte. Drogen seien bei ihm nicht gefunden worden, so die Polizei-Einsatzleiter Erwin Frankl und Robert Fuchs von der Kriminalpolizei Regensburg. ## Bankmitarbeiter erstochen bei vermeintlichem Raubüberfall Nach Angaben der Ermittler betrat der 20-Jährige die Filiale der Hypovereinsbank im Regensburger Westen und zeigte einen Zettel vor, auf dem von einem Überfall und einem Bankraub die Rede war. Anschließend griff er mit einem Küchenmesser den hinter einem Tresen sitzenden Bankmitarbeiter an und versetzte ihm mehrere Stiche. Das Opfer starb später im Krankenhaus. Zwei weitere Personen, die sich in der Filiale aufhielten, konnten von Spezialkräften in Sicherheit gebracht werden. Die Bank ist bargeldlos, sodass der Täter keine Beute machen konnte, wie die Süddeutsche Zeitung und der Tagesspiegel übereinstimmend berichten. ### Tatverdächtiger kurz zuvor aus Polizeigewahrsam entlassen Der Tatverdächtige war weniger als 24 Stunden vor der Attacke in Polizeigewahrsam. Er hatte sich selbst gestellt, nachdem er eine Bierflasche auf ein Polizeigelände geworfen haben soll. Da keine Haftgründe vorlagen, wurde er wieder entlassen. Der 20-Jährige war der Polizei bereits bekannt: In der Vergangenheit war er wegen unerlaubten Waffenbesitzes auffällig geworden, woraufhin ein Waffenbesitzverbot verhängt wurde. Zudem war er mehrmals als vermisst gemeldet worden, als er nicht in eine Jugendhilfeeinrichtung zurückkehrte. ### Bankangestellter vermutlich Zufallsopfer des Angriffs Das Motiv der Tat bleibt weiterhin unklar. Die Ermittler gehen davon aus, dass der getötete Bankmitarbeiter ein Zufallsopfer war. Es gebe keine Hinweise darauf, dass Täter und Opfer sich kannten, wie Robert Fuchs von der Kriminalpolizei betonte. Die Obduktion des Opfers fand am Freitag statt, die Ergebnisse stehen noch aus. ### Politik und Bank trauern um Mordopfer Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zeigte sich bestürzt über den Vorfall und bezeichnete den Getöteten als Opfer eines brutalen, unvermittelten Angriffs. Die Hypovereinsbank äußerte sich in einer Stellungnahme tief erschüttert und bekundete ihre Solidarität mit der Familie und den Kollegen des Opfers. Die Unterstützung der Mitarbeitenden habe nun höchste Priorität, hieß es weiter. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück