# Tatverdächtiger von Stade in Haft tot aufgefunden Datum: 21.07.2026 15:46 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/tatverdaechtiger-von-stade-in-haft-tot-aufgefunden-734577/ --- 45-Jähriger soll sich in Zelle das Leben genommen haben Der mutmaßliche Täter der tödlichen Schüsse in einer Mutter-Kind-Einrichtung in Stade ist tot. Der 45-Jährige wurde am Dienstagmorgen leblos in seiner Einzelzelle in der Justizvollzugsanstalt Bremervörde aufgefunden, wie das niedersächsische Justizministerium mitteilte. Ein Notarzt stellte um 06:29 Uhr den Tod durch Strangulation fest. Nach aktuellem Stand der Ermittlungen gehe man von einem Suizid aus, Hinweise auf Fremdverschulden lägen nicht vor, so das Ministerium. Die genauen Umstände des Todes werden derzeit noch untersucht, ein Sofortbericht werde erstellt, hieß es weiter. Sowohl die Angehörigen des Verstorbenen als auch die der Opfer seien informiert worden, wie die Welt und der Spiegel berichten. ## Mord in Jugendhilfe: Tatverdächtiger stirbt in Haft Der Mann saß seit Ende Juni in Untersuchungshaft. Ihm wurde vorgeworfen, am 29. Juni in der Jugendhilfeeinrichtung in Stade sechs Menschen erschossen zu haben, darunter drei Mitarbeiter der Einrichtung und drei des Jugendamtes Hannover. Hintergrund soll ein Sorgerechtsstreit um seine damals drei Monate alte Tochter gewesen sein. Der Verdächtige war nach der Tat festgenommen worden, gegen ihn wurde wegen Mordes ermittelt. Wie der NDR berichtet, wurde das Verfahren gegen ihn nach seinem Tod eingestellt, da gegen Verstorbene nicht ermittelt werden kann. Die Ermittlungen gegen die Fahrerin des Fluchtwagens und die Mutter des Kindes würden jedoch formal weitergeführt. ### Tatverdächtiger: Offener Haftbefehl aus der Türkei Neue Details zu der Vorgeschichte des Verdächtigen kamen in den vergangenen Tagen ans Licht. So lag laut Staatsanwaltschaft Stade ein offener Haftbefehl aus der Türkei vor, wie die Welt und der NDR berichten. Der 45-Jährige, der ausschließlich die türkische Staatsangehörigkeit besaß, soll dort national gesucht worden sein. Zudem habe er keinen deutschen Aufenthaltstitel gehabt. In der Türkei soll gegen ihn unter anderem der Verdacht des Kindesmissbrauchs bestanden haben, wie der Spiegel unter Berufung auf die Bild-Zeitung schreibt. Eine Verurteilung in diesem Fall gibt es jedoch nicht, es gilt die Unschuldsvermutung. Der Verdächtige soll aus einer türkischen Haftanstalt geflohen sein und sich anschließend über Georgien und die Ukraine nach Deutschland begeben haben. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück