# Sturzflut in Nepal: Ministerin fordert Klimaanpassung Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-08-28T10:22:05+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-08-28T10:22:08+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/sturzflut-in-nepal-ministerin-fordert-klimaanpassung-748454/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) pocht nach der schweren Sturzflut im Grenzgebiet von Tibet und Nepal auf Klimaanpassung. Sie betont, der Klimawandel verschärfe die Risiken durch Extremwetter weltweit – auch in Deutschland. Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann fordert internationale Hilfe und wirft der Bundesregierung Versäumnisse vor. ## Klimawandel verschärft Extremwetter-Risiken "Der Klimawandel verschärft die Risiken durch Extremwetter – in Nepal und vielen anderen Teilen der Welt, aber auch bei uns in Deutschland". Deshalb gehe es nicht nur darum, Emissionen zu senken, so die Ministerin. "Wir müssen Länder und Menschen auch dabei unterstützen, sich besser gegen die Folgen des Klimawandels zu schützen." Genau daran arbeite ihr Ministerium mit Partnern, etwa beim Ausbau erneuerbarer Energien, beim Erhalt fruchtbarer Böden und Wasserspeichern sowie mit widerstandsfähigeren Wirtschaftsstrukturen und Gemeinschaften. ### Haßelmann fordert Hilfe und kritisiert Bundesregierung Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann sprach von einer "schrecklichen Tragödie" und forderte die Bundesregierung auf, Hilfe zu leisten. "Es ist jetzt vordringlich, jede erdenkliche internationale Hilfe nach Nepal zu senden". "Hier ist die Bundesregierung in der Pflicht." Die Tragödie sei "eines der vielen schrecklichen Gesichter einer immer weiter eskalierenden Klimakrise", sagte Haßelmann und verwies darauf, dass die Ursache ein Gletscherbruch mit großen Sturz- und Geröllfluten zu sein scheine. "Die Katastrophe in Nepal führt uns allen vor Augen, dass eine Verantwortung der internationalen Staatengemeinschaft für die Bekämpfung der Klimakrise zwingend notwendig ist." ### Kritik an nationaler Klimapolitik Auch national reiche es nicht aus, dass der Bundeskanzler das Wort "Klimawandel" ausspreche, so Haßelmann. Wenn die Bundesregierung "weiterhin ihre verheerende Anti-Klimaschutz-Politik von Katherina Reiche“ mittrage, werde sie ihrem wichtigsten Auftrag nicht gerecht: Zukunft und Lebensgrundlagen für künftige Generationen zu sichern und Menschen vor Schaden zu bewahren. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück