# Studien: Deutscher Industrie droht Strukturbruch, keine Deindustrialisierung Datum: 28.03.2026 10:49 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/studien-deutscher-industrie-droht-strukturbruch-keine-deindustrialisierung-696833/ --- Die deutsche Industrie befindet sich nach mehreren Studien in einem tiefgreifenden Strukturbruch, eine umfassende Deindustrialisierung sehen die Autoren jedoch nicht. Drei Untersuchungen des Ifo-Instituts, des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und der Bertelsmann-Stiftung kommen zu dem Ergebnis, dass ein Großteil der industriellen Wertschöpfung auf wachsende Branchen entfällt. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet über die Studien und deren Einschätzungen zu den aktuellen Herausforderungen des Standorts Deutschland. ## Wachsende Nachfrage in weiten Teilen des verarbeitenden Gewerbes Ein zentrales und von den Studienautoren als überraschend beschriebenes Ergebnis: 76 Prozent der Bruttowertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes entfallen auf Branchen, deren Produkte in den vergangenen fünf Jahren immer stärker nachgefragt wurden. Die große Mehrheit der Industrieunternehmen hat den Untersuchungen zufolge überwiegend wachsende Produkte im Portfolio – von der Pharma- und Halbleiterindustrie bis hin zum Maschinenbau, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet. Selbst in vermeintlichen Krisenbranchen wie der Metallerzeugung oder der Chemie überwiegen laut den Forschern die wachstumsstarken Segmente. Die Studien von Ifo-Institut, IW und Bertelsmann-Stiftung zeigen damit, dass der industrielle Kern in vielen Bereichen von steigender Nachfrage getragen wird. ### Automobilindustrie als Problemfall Der große Wermutstropfen bleibt der Industriebranche zufolge die Automobilindustrie mit knapp 900.000 Beschäftigten. Dort verschärft die Konkurrenz die Lage. Zudem hat sich die deutsche Ausfuhr von Autos nach China in wenigen Jahren halbiert – die Umstellung auf wachstumsstarke Produkte ist den Studien zufolge noch nicht gelungen, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ weiter berichtet. ### Forderungen an die Politik und „Bild in Grautönen“ Die Forscher fordern die Politik auf, nicht bestehende Strukturen zu konservieren, sondern innovationsfreundliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Angesichts der schrumpfenden Erwerbsbevölkerung könne ein Modell tragfähig sein, bei dem in Deutschland entwickelt und anderswo produziert werde – vorausgesetzt, Kapitalmarkt, Steuersystem und Regulierung würden Innovationen begünstigen. Die Studien zeichnen insgesamt ein Bild in Grautönen: Am Ende bleibt ein Bild in Grautönen. „Ich würde die Wette nicht ohne die deutsche Industrie machen“, sagte Oliver Falck vom Ifo-Institut der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Ich sehe da absolut positive Entwicklungen.“ ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück