# Studie: Unternehmen klagen über stark steigende Bürokratiekosten Datum: 07.03.2026 02:12 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/studie-unternehmen-klagen-ueber-stark-steigende-buerokratiekosten-688938/ --- Die Belastung von Unternehmen durch Bürokratie ist in Deutschland nach Einschätzung vieler Betriebe in den vergangenen drei Jahren deutlich gestiegen. Das geht aus einer Umfrage des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) hervor, über die die „Welt am Sonntag“ berichtet. Demnach sehen vor allem größere Firmen eine Zunahme von Auflagen und Vorschriften, während staatliche Daten eher von einer leichten Entlastung ausgehen. ## Mehrheit der Firmen meldet steigenden Aufwand Nach Angaben des Instituts der Deutschen Wirtschaft befragten die Ökonomen im Herbst 1.000 Firmen in der Bundesrepublik zur Entwicklung von Auflagen und Vorschriften in ihrem Unternehmen. Die „Welt am Sonntag“ schreibt unter Berufung auf die Erhebung, 78 Prozent der Betriebe gaben an, dass der Bürokratieaufwand insgesamt gestiegen sei. Unter den Firmen mit mehr als 250 Mitarbeitern sagten das sogar knapp 93 Prozent. Besonders stark zur höheren Belastung trug laut den Einschätzungen der Unternehmen eine „zunehmende Komplexität von Gesetzen und Verordnungen“ bei. Das sagten knapp 90 Prozent der befragten Firmen. 67 Prozent sahen sogar „immer öfter“ widersprüchliche Gesetze und Verordnungen. 65 Prozent erklärten, Vorgaben an andere Unternehmen würden an sie weitergereicht. ### EU-Vorgaben im Fokus der Kritik In der Pflicht sieht die Wirtschaft dabei besonders die EU. Knapp 93 Prozent der Teilnehmer sagten, dass „verschlankte Vorgaben“ aus Brüssel Bürokratie reduzieren könnten. Das IW schätzt, dass es in Deutschland etwa 100.000 sogenannte Regelungssachverhalte gibt und damit etwa 20 Prozent mehr als noch im Jahr 2010. ### Widerspruch zu staatlicher Einschätzung Die Ergebnisse sind auch deshalb brisant, weil sie im Kontrast dazu stehen, wie der Staat die Lage beurteilt. Laut Bürokratiekostenindex des Statistischen Bundesamts (Destatis) sollten Ausgaben und Zeit, die die Wirtschaftsbetriebe in die Auflagen investieren, eigentlich leicht sinken. Dies sei jedoch „tendenziell als zu optimistisch anzusehen“, schreibt das IW. Die Bundesregierung hatte bereits im vergangenen Jahr immer wieder Entlastungen versprochen und wollte zuletzt die Bürokratiekosten für die Wirtschaft um 25 Prozent senken. Dies entspräche einer Summe von 16 Milliarden Euro. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück