# Studie: Künstlich schwacher Yuan kostet Deutschland Milliardenwachstum Datum: 20.06.2026 11:49 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/studie-kuenstlich-schwacher-yuan-kostet-deutschland-milliardenwachstum-724315/ --- Die künstlich niedrig gehaltene Währung Chinas kostet Deutschland nach einer neuen Studie spürbares Wachstum. Demnach könnte das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) in drei Jahren um mehr als 40 Milliarden Euro höher liegen, wenn der Yuan fair bewertet wäre. Die Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) wurde vom Auswärtigen Amt gefördert. ## Unterbewerteter Yuan verschärft Handelsbilanzdefizit Die vom Auswärtigen Amt geförderte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt, dass die von China künstlich niedrig gehaltene Währung Deutschland Wachstum kostet. Demnach könnte das deutsche BIP in drei Jahren um mehr als 40 Milliarden Euro höher ausfallen, wenn der Yuan fair bewertet wäre. Vor allem seit den massiven Preissteigerungen ab 2021 infolge von Lieferkettenengpässen und der Energiekrise in Deutschland verhindert China eine Aufwertung des Yuan gegenüber dem Euro. Die gezielte Unterbewertung verbilligt chinesische Exporte und macht Importe teurer. Auch deshalb sind die deutschen Ausfuhren nach China deutlich gesunken und die Einfuhren chinesischer Güter massiv gestiegen. Das deutsche Handelsbilanzdefizit mit China ist auf rund 90 Milliarden Euro gestiegen. Trotz der gestiegenen Nachfrage nach Yuan zur Bezahlung chinesischer Waren hat sich die Währung nicht entsprechend verteuert. Hintergrund ist, dass China keinen freien Wechselkurs zulässt, sondern ein staatlich gesteuertes Währungsmanagement betreibt. ### Auswirkungen auf China laut IW-Simulation Laut IW würde eine faire Bewertung des Yuan auch China helfen, die exportlastige und konsumschwache Wirtschaft des Landes besser auszubalancieren. Zwar würde das chinesische BIP durch den Rückgang der Exporte zunächst kurzfristig einbrechen, doch in der Simulation kam es schnell zu einer Gegenbewegung durch einen Anstieg der inländischen Nachfrage. ### Forderung nach Ausgleichszöllen „Für den freien Handel ist Chinas Währungsmanagement Gift“, sagte IW-Experte Jürgen Matthes laut IW. Durch die Unterbewertung des Yuan verkaufe China seine Waren deutlich günstiger, als sie eigentlich sein dürften, und gewinne Marktanteile, die es im fairen Wettbewerb nie erhalten würde. „China spielt mit gezinkten Karten. Europa sollte mit Ausgleichszöllen für gleiche Bedingungen sorgen“, so der Außenhandelsexperte (Quelle: IW). ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück