# Studie: Deutschland schlecht für KI gerüstet Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-11-02T09:22:10+01:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-11-02T09:22:15+01:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/studie-deutschland-schlecht-fuer-ki-geruestet-773420/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Deutschland fehlen offenbar wichtige Voraussetzungen, um das Potenzial Künstlicher Intelligenz (KI) auszuschöpfen. Das geht aus einer noch unveröffentlichten Analyse des Ifo-Instituts im Auftrag der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern hervor. Experten kritisieren Defizite in der Hightech-Branche, der Verwaltung und im Bildungssystem. ## Wirtschaftliche und digitale Schwächen Laut einer Studie des Ifo-Instituts steht Deutschland bei der Nutzung Künstlicher Intelligenz vor erheblichen Herausforderungen. ""Die Hightech-Branche ist noch zu klein, die Verwaltung ist zu wenig digitalisiert, das Bildungssystem passt sich nicht schnell genug an die Veränderungen durch KI an".", sagte Oliver Falck, Leiter des Ifo-Zentrums für Innovationsökonomik und digitale Transformation. Die Analyse zeigt, dass der Sektor für Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) nur 4,6 Prozent zur deutschen Bruttowertschöpfung beiträgt – ein Wert, der im unteren Mittelfeld der EU liegt. 2025 importierte Deutschland IKT-Dienstleistungen im Wert von 11 Milliarden US-Dollar mehr, als es exportierte. ""Kein anderes EU-Land ist im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie stärker vom Ausland abhängig als Deutschland".", erklärte Ifo-Forscher Christian Pfaffl. ### Verwaltung und Bildung im Rückstand Bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung gibt es kaum Fortschritte. Während Länder wie die Niederlande oder Dänemark vorausgefüllte Formulare bereits flächendeckend nutzen, steckt Deutschland noch in der Experimentierphase. Dabei könnten KI und vorhandene Verwaltungsdaten die Dienstleistungen für Bürger und Unternehmen verbessern. Im Bildungsbereich sieht das Ifo-Institut große Defizite: 40 Prozent der Achtklässler erreichen nicht einmal die zweite Stufe der Computer- und Informationskompetenz. ""KI-Anwendungen verbreiten sich rasant, aber zu vielen fehlt das Wissen, sie produktiv zu nutzen".", betonte Falck. Viele Unternehmen scheitern bei KI-Projekten vor allem an fehlendem Fachwissen. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück