# Studie: Bayern baut Wirtschaftsvorsprung aus, Baden-Württemberg verliert Boden Datum: 11.05.2026 07:39 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/studie-bayern-baut-wirtschaftsvorsprung-aus-baden-wuerttemberg-verliert-boden-711246/ --- Bayern behauptet im bundesweiten Vergleich seine starke wirtschaftliche Position und kann seine Dominanz in einem aktuellen Regionalranking weiter ausbauen. Das geht aus einer neuen Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) hervor, über die der "Spiegel" berichtet. Gleichzeitig verliert Baden-Württemberg in dem langfristig angelegten Vergleich deutlich an Boden. ## Bayern baut Dominanz aus, Baden-Württemberg verliert In der neuen Auswertung der alle zwei Jahre veröffentlichten Regionalrankings zeigt sich, dass nicht alle süddeutschen Regionen mit der Entwicklung Schritt halten können. „Im jahrzehntelangen Wettlauf um die Wohlstandskrone in Deutschland fällt Baden-Württemberg zurück“, sagte IW-Forscher Hanno Kempermann über das aktuelle Regionalranking laut „Spiegel“. Während Bayern mit Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik sowie Dienstleistungen breiter aufgestellt sei, müsse Baden-Württemberg „flächendeckend viel stärker mit der Krise in den Branchen Automotive, Maschinenbau und Metallerzeugnisse kämpfen“, so Kempermann. Deutlich werden die Verschiebungen in der Langzeitbetrachtung: Baden-Württemberg hat heute im Vergleich zu 2016 nur noch 19 statt damals 30 Regionen in den Top 100. Bayern konnte seine Stellung dagegen ausbauen und stellt nun 58 statt 53 Regionen. ### Studie untersucht 400 Kreise und Städte Zusammen mit Vanessa Hünnemeyer und Johannes Ewald hat Kempermann für alle 400 Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland sowohl den wirtschaftlichen Zustand als auch die Aussichten untersucht. Um zu ermitteln, ob eine Region erfolgreich ist, haben die Forscher 14 Indikatoren in den drei Bereichen Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt und Lebensqualität ausgemacht. Einigen dieser Indikatoren, wie der gemeindlichen Steuerkraft, messen sie in ihrer Auswertung ein höheres Gewicht zu als etwa dem Vorhandensein naturnaher Flächen. Untersucht wurden unter anderem auch Alterung, Ärztedichte, Frauenerwerbstätigkeit oder die private Überschuldung. Im Ranking dominieren neben bayerischen Regionen – darunter vor allem der Großraum München – auch das Rhein-Main-Gebiet mit dem Finanzplatz Frankfurt. Laut IW gaben bei letzterem der starke Arbeitsmarkt und eine leistungsfähige Wirtschaft den Ausschlag. Zu den schwächsten Regionen zählt neben mehreren Ruhrgebietsstädten die thüringische Stadt Suhl. ### Dynamik: Fortschritte in ehemals schwächeren Regionen In einem zweiten Teil des Rankings, der die wirtschaftliche Dynamik von Regionen untersucht, sieht das Forscherteam große Fortschritte in bislang weniger starken Städten. Das brandenburgische Cottbus etwa kann laut den IW-Forschern von einem Instandhaltungswerk der Deutschen Bahn profitieren, ebenso vom Aufbau der Medizinischen Universität Lausitz. Im schleswig-holsteinischen Neumünster wiederum sei die Zahl registrierter Straftaten stark gesunken. Im Vorteil sind laut den Forschern Innovationsökosysteme, die regionale Wissenschaft, Wirtschaft und Start-ups verbinden. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück