# Streeck fordert deutlich höhere Tabaksteuer zum Gesundheitsschutz Datum: 13.07.2026 18:04 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/streeck-fordert-deutlich-hoehere-tabaksteuer-zum-gesundheitsschutz-732032/ --- Der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Hendrik Streeck (CDU), unterstützt die Pläne der Ampelkoalition für eine stärkere Anhebung der Tabaksteuer. Er sieht darin ein wirksames Instrument zum Schutz von Jugendlichen und zur Entlastung des Gesundheitssystems und fordert, zusätzliche Einnahmen gezielt in Prävention und Behandlung zu investieren. ## Streeck begrüßt höhere Tabaksteuer Hendrik Streeck Zugleich betonte Streeck laut „Frankfurter Rundschau“ ein „klares ordnungspolitisches Prinzip“. „Es ist falsch, Gewinne zu privatisieren und die gesundheitlichen Folgekosten der Allgemeinheit zu überlassen“, sagte er weiter. ### Hohe Kosten durch Tabakkonsum Nach Angaben Streecks verursacht Tabak jedes Jahr rund 30 Milliarden Euro direkte Kosten im Gesundheitswesen und weitere 67 Milliarden Euro volkswirtschaftliche Schäden. „Deshalb gehört ein fester Teil der zusätzlichen Einnahmen in Prävention, Rauchentwöhnung, Kontrollen und Behandlung“, sagte er der „Frankfurter Rundschau“. Die höhere Tabaksteuer dürfe daher „nicht nur den Bundeshaushalt entlasten“, forderte Streeck. „Sie muss dazu beitragen, Abhängigkeit zu verhindern, Krankheit zu vermeiden und Leben zu schützen.“ ### Koalition plant stärkere Steuererhöhung Wie am Montag bekannt geworden war, soll die Tabaksteuer stärker steigen als zunächst angenommen. „Die Regierungsfraktionen haben entschieden, die im Regierungsentwurf vorgesehenen Steuertarife noch einmal nach oben anzupassen“, verlautete es gegenüber der „Frankfurter Rundschau“ aus Regierungskreisen. „So soll vor allem der Aspekt des Gesundheitsschutzes noch einmal gestärkt werden“, heißt es weiter. Zuvor hatte das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ berichtet, die Bundesregierung arbeite an einer „schrittweisen“ Erhöhung der Tabaksteuer. Demnach soll bis 2030 eine Packung durchschnittlich knapp zwölf Euro kosten, aktuell sind es etwa acht Euro. Geplant ist die Änderung für 2027. Dann würde eine Packung Zigaretten 9,10 Euro kosten, 2028 wären es 9,91 Euro. 2029 sollen 10,81 Euro und 2030 11,78 Euro fällig werden. Der Tabaksteueranteil würde sich laut den Angaben bis 2030 von etwa vier Euro auf 6,19 Euro erhöhen. Auch die Besteuerung von Feinschnitt, also von Tabak für selbstgedrehte Zigaretten, soll demnach steigen, berichtete das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück