# Stifterverband fordert strengere Regeln für Forschungskooperationen mit China Datum: 22.06.2026 19:19 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/stifterverband-fordert-strengere-regeln-fuer-forschungskooperationen-mit-china-724804/ --- Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft fordert deutlich strengere Vorschriften für die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit China. Anlass sind mutmaßliche China-Kontakte des Helmholtz-Zentrums für Informationssicherheit (CISPA) in Saarbrücken, über die zuvor das "Handelsblatt" berichtet hatte. Verbandspräsidentin Melanie Maas-Brunner mahnt klare Regeln und eine systematische Risikoprüfung an. ## Stifterverband fordert klare Regeln für Kooperationen Melanie Maas-Brunner, Präsidentin des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft, verwies auf Risiken in der Zusammenarbeit mit China. „In der Tat gibt es Risiken“, sagte sie dem „Handelsblatt“. „Deshalb brauchen wir klare Regeln, wie wir mit einem Land wie China richtig umgehen.“ Maas-Brunner sprach sich laut „Handelsblatt“ dafür aus, Kooperationen an Universitäten und Instituten künftig deutlich genauer zu strukturieren. Kooperationen sollten demnach nicht mehr nur individuell ausgestaltet, sondern systematisch überprüft und in verbindliche Vorgaben eingebettet werden. ### Forderung nach „Due Diligence“ Nach den Vorstellungen von Maas-Brunner soll vor wissenschaftlichen Kooperationen eine umfassende Risikoprüfung eingeführt werden. „Es muss eine Due Diligence geben, damit wirklich ganz klar ist, was wir wie machen, was erlaubt und was verboten ist“, forderte die ehemalige BASF-Technologiechefin im „Handelsblatt“. Unter einer „Due Diligence“ (gebührende Sorgfalt) versteht man eine detaillierte Risikoprüfung, bei der Partner vorab genau auf ihre Hintergründe und Absichten untersucht werden. ### Nutzenorientierung als Maßstab Zugleich betonte Maas-Brunner laut „Handelsblatt“, dass bei allen wissenschaftlichen Kooperationen mit China der eigene Vorteil im Zentrum stehen müsse. „Wir müssen wissen: Warum machen wir es, wo ist unser Vorteil?“ Nur unter solchen Voraussetzungen sei eine Zusammenarbeit mit chinesischen Stellen sinnvoll, stellte sie klar. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück