# Stichwahl am Sonntag: Personalausweis reicht aus Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-27T05:00:16+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-26T19:17:49+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/stichwahl-am-sonntag-personalausweis-reicht-aus-760448/ Kategorie: Aktuell --- Am Sonntag entscheidet sich, wer Osnabrück in den kommenden acht Jahren als Oberbürgermeisterin oder Oberbürgermeister führen wird. Amtsinhaberin Katharina Pötter (CDU) und Herausforderer Volker Bajus (Grüne) treten in der Stichwahl gegeneinander an. Wer wählen möchte, braucht dafür übrigens keine neue Wahlbenachrichtigung – der Personalausweis reicht! Die bereits für die Kommunal- und Oberbürgermeisterwahl am 13. September verschickte Wahlbenachrichtigung gilt weiterhin. Wer sie noch hat, kann sie am Sonntag erneut mit ins Wahllokal nehmen. Eine zweite Benachrichtigung wurde nicht verschickt. Noch einfacher: Wer seine Wahlbenachrichtigung nicht mehr findet, kann trotzdem wählen. Im zuständigen Wahllokal genügt ein gültiger Personalausweis, Reisepass oder ein vergleichbares Ausweisdokument. Die Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Grundsätzlich ist es dasselbe Wahllokal wie bereits vor zwei Wochen. ## Pötter ging mit deutlichem Vorsprung aus dem ersten Wahlgang Die Ausgangslage scheint auf den ersten Blick eindeutig. Katharina Pötter erreichte im ersten Wahlgang 42,21 Prozent der Stimmen. Volker Bajus kam auf 22,26 Prozent. Damit lag die Amtsinhaberin fast 20 Prozentpunkte vor ihrem Herausforderer und erhielt annähernd doppelt so viele Stimmen. Ein Blick auf 2021 zeigt jedoch, warum sich das Ergebnis des ersten Wahlgangs nicht einfach auf eine Stichwahl übertragen lässt. Damals war Pötters Vorsprung vor der Stichwahl erheblich kleiner. Im ersten Wahlgang kam sie auf 35,7 Prozent. In der Stichwahl setzte sie sich anschließend mit 56,1 Prozent gegen die glücklose Grünen-Kandidatin Annette Niermann durch, die 43,9 Prozent erreichte. ### 2021 half die Bundestagswahl bei der Wahlbeteiligung Die damalige Stichwahl hatte allerdings eine Besonderheit: Am 26. September 2021 wurde gleichzeitig der Deutsche Bundestag gewählt. Entsprechend hoch war die Beteiligung. 79.164 von 131.396 Wahlberechtigten gaben bei der OB-Stichwahl ihre Stimme ab – eine Wahlbeteiligung von 60,2 Prozent. Zwei Wochen zuvor hatten sich am ersten Wahlgang der OB-Wahl lediglich 53,9 Prozent beteiligt. Diesmal gibt es am Sonntag keine weitere Wahl, die zusätzliche Wähler in die Wahllokale bringt. Dass die Beteiligung gegenüber dem 13. September deutlich sinkt, gilt deshalb als wahrscheinlich. Damit beginnt die Stichwahl rechnerisch bei null. Entscheidend ist nicht, wie groß Pötters Vorsprung vor zwei Wochen war, sondern wie viele Unterstützer beide Kandidaten am Sonntag tatsächlich mobilisieren können. Bei einer niedrigeren Wahlbeteiligung kann bereits eine vergleichsweise kleine Zahl zusätzlicher oder fehlender Stimmen einen größeren Anteil am Gesamtergebnis ausmachen. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück