# Steuerschätzung: Bund, Länder, Kommunen erwarten Milliardenloch bis 2030 Datum: 07.05.2026 15:39 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/steuerschaetzung-bund-laender-kommunen-erwarten-milliardenloch-bis-2030-710149/ --- Bund, Länder und Kommunen müssen in den kommenden Jahren mit geringeren Steuereinnahmen rechnen als noch im vergangenen Herbst prognostiziert. Nach der neuen Steuerschätzung fallen die erwarteten Einnahmen im Zeitraum 2026 bis 2030 um rund 87 Milliarden Euro niedriger aus als bislang angenommen. Besonders betroffen ist der Bund, aber auch Länder und Gemeinden müssen ihre Erwartungen zurückschrauben. ## Steuereinnahmen wachsen langsamer als erwartet Bund, Länder und Kommunen müssen laut aktueller Steuerschätzung in den Jahren 2026 bis 2030 mit deutlich geringeren Steuereinnahmen rechnen als noch im letzten Herbst prognostiziert. Gegenüber der Oktober-Schätzung des letzten Jahres werden die gesamten Steuereinnahmen in diesem Zeitraum um rund 87 Milliarden Euro niedriger ausfallen als noch vor wenigen Monaten erhofft, so das Ergebnis der Steuerschätzung, die Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) am Donnerstag vorstellte. In jedem Jahr werden demnach etwa 17 bis 18 Milliarden Euro weniger erwartet als noch im Herbst. Insbesondere der Bund muss den größten Rückgang hinnehmen. Um 52 Milliarden Euro wird seine Steuerschätzung für den Prognosezeitraum 2026 bis 2030 nach unten korrigiert. Für die Gemeinden werden rund 24 Milliarden Euro weniger veranschlagt, für die Länder rund 16 Milliarden Euro. Lediglich die EU-Steuern werden bis 2030 nach aktueller Erwartung der Steuerschätzer um rund fünf Milliarden Euro höher ausfallen. ### Bund überquert dennoch die Billionen-Marke Trotz der Korrekturen nach unten rechnen die Fachleute weiterhin mit steigenden Steuereinnahmen. Insgesamt werden für 2026 Einnahmen in Höhe von 998,8 Milliarden Euro erwartet. Im Jahr 2027 soll dann die Billionen-Marke überschritten werden, mit Steuereinnahmen von 1033,4 Milliarden Euro. Bis 2030 sollen die Einnahmen auf 1.138 Milliarden Euro ansteigen – und damit etwas langsamer wachsen als im letzten Jahr noch erwartet. ### Finanzminister verweist auf wirtschaftliche Belastungen „Die heutige Steuerschätzung zeigt, wie sehr uns der Iran-Krieg wirtschaftlich schadet“, sagte Klingbeil am Donnerstag. „Trumps verantwortungsloser Krieg und der daraus resultierende weltweite Energiepreis-Schock bremsen die positive wirtschaftliche Dynamik vorerst aus“, so der Minister weiter. Die aktuelle Lage bleibe von großen Unsicherheiten geprägt, erklärte Klingbeil. Das erfordere permanentes Krisenmanagement. „Dazu gehören unsere Sofortmaßnahmen zur Entlastung angesichts der hohen Energiepreise.“ Man bereite sich darauf vor, „jederzeit zu handeln, wenn die Krise sich weiter zuspitzt“. Gleichzeitig zeigten die Zahlen: „Wir müssen weiter hart daran arbeiten, dass wir krisenfester und unabhängiger werden. Wir setzen deshalb auf Investitionen und Reformen, um Deutschland stärker zu machen“, sagte Klingbeil. Oberstes Ziel bleibe, „dass wir Arbeitsplätze sichern, neue Jobs schaffen und für Wirtschaftswachstum sorgen.“ ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück