# Städtebund warnt: Neues Heizungsgesetz gefährdet Wärmewende Datum: 15.05.2026 13:39 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/staedtebund-warnt-neues-heizungsgesetz-gefaehrdet-waermewende-713166/ --- Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat den Entwurf des neuen Heizungsgesetzes von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche scharf kritisiert. Hauptgeschäftsführer André Berghegger fordert mehr Rechtssicherheit und warnt vor finanziären Überforderungen für Bürger, Wirtschaft und Kommunen. Im Zentrum der Kritik steht die Gefahr widersprüchlicher Förderanreize und unklarer Rahmenbedingungen für die kommunale Wärmeplanung. ## Kommunen sollen Infrastruktur entscheiden Hauptgeschäftsführer André Berghegger fordert für die Mitglieder des Deutschen Städte- und Gemeindebunds klare rechtliche Rahmenbedingungen. Er betont, dass die kommunale Ebene entscheidend sei, um über die künftige Ausgestaltung der Energieinfrastruktur zu bestimmen. „Es kann nicht dauerhaft Ziel sein, gleichzeitig Gasnetze weiterzubetreiben, Stromnetze für flächendeckende Wärmepumpen auszubauen und parallel neue Wärmenetze zu errichten“, sagte er dem „Spiegel“. Welche Infrastruktur sinnvoll sei, könne nur die kommunale Wärmeplanung vor Ort entscheiden. Berghegger warnt laut „Spiegel“ davor, dass im Zuge des Gesetzes widersprüchliche Förderanreize entstehen könnten. In diesem Fall prophezeit er, dass die Wärmewende volkswirtschaftlich ineffizient werde sowie Bürger, Wirtschaft und Kommunen finanziell überfordere. ### Biomethan als mögliche Alternative Der Städtevertreter sperrt sich nicht grundsätzlich dagegen, dass mit dem neuen Gebäudemodernisierungsgesetz Erdgas mit einem Anteil von Biomethan als Alternative etwa zu Fernwärme oder Wärmepumpen möglich wird. Nach seiner Einschätzung setzt dies jedoch voraus, dass Gasnetze weiterbetrieben werden. Die Regierung müsse nach den Worten Bergheggers ein tragfähiges Maßnahmenpaket und eine Biomethan-Strategie vorstellen, damit diese neue Alternative überhaupt zur Anwendung kommen könne. „Besonders beim Einsatz grüner Gase fehlt bislang Verlässlichkeit“, kritisierte Berghegger im „Spiegel“. Er befürchte, dass die Kommunen durch das neue Gesetzesvorhaben überfordert werden könnten. ### Forderung nach Verlässlichkeit und Strategie Der Deutsche Städte- und Gemeindebund knüpft die Akzeptanz des neuen Heizungsgesetzes an klare politische Vorgaben und verlässliche Rahmenbedingungen. Im Mittelpunkt steht dabei die Forderung, eine abgestimmte Strategie für Biomethan und andere grüne Gase zu entwickeln, um den Kommunen Planungssicherheit zu geben und Doppelstrukturen bei der Energieinfrastruktur zu vermeiden. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück