# Spritpreise steigen weiter – SPD fordert Preisdeckel Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-14T09:46:32+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-14T09:46:32+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/spritpreise-steigen-weiter-spd-fordert-preisdeckel-755419/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Die Preise für Benzin und Diesel in Deutschland bleiben auf hohem Niveau. Brent-Rohöl hat seit Jahresbeginn fast 80 Prozent zugelegt, wie die Berliner Morgenpost und ZDFheute übereinstimmend melden. Die jüngsten Preissprünge wurden durch Meldungen über die Abschaltung einer wichtigen Pipeline in Saudi-Arabien ausgelöst. Die Ost-West-Pipeline wurde nach Angriffen auf die Leitung vorsorglich stillgelegt, wie die Morgenpost unter Berufung auf lokale Quellen berichtet. Zudem bedrohen die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen wichtige Schiffsrouten wie die Straße von Hormus und die Meerenge Bab al-Mandab. Am Sonntag gab es eine leichte Entspannung, da geplante Gespräche im Oman in den Fokus rückten. ## SPD fordert Spritpreisdeckel an Tankstellen In der SPD werden die Rufe nach staatlichen Maßnahmen lauter. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) forderte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur einen Spritpreisdeckel. „Niemand darf sich an der Not anderer bereichern. Gerechtigkeit muss auch an der Tankstelle herrschen“, sagte Woidke. Er verwies darauf, dass andere EU-Länder wie Luxemburg oder Polen bereits Höchstpreise flexibel an die Marktlage anpassen. Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach (SPD) hatte zuvor vorgeschlagen, den Preissprung am Mittag gesetzlich auf höchstens fünf Prozent zu begrenzen. ### CDU blockiert staatliche Preisbremse für Benzin Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) lehnt eine solche Deckelung bisher ab, wie ZDFheute und die Morgenpost übereinstimmend berichten. Die Militäroffensive der Huthi-Miliz wird nach Einschätzung der Wirtschaftsweisen Monika Schnitzer zu weiter steigenden Verbraucherpreisen führen. „Das wird sich auch bei den Preisen an der Tankstelle bemerkbar machen“, sagte Schnitzer dem Kölner Stadt-Anzeiger. Zugleich warnte sie davor, mit staatlichen Entlastungen auf die Lage zu reagieren. Stattdessen plädierte sie für mehr Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück