# SPD will Spritpreisdeckel – Union gegen neuen Tankrabatt Datum: 07.08.2026 01:02 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/spd-will-spritpreisdeckel-union-gegen-neuen-tankrabatt-740294/ --- Die SPD fordert angesichts hoher Spritpreise einen Preisdeckel und kritisiert die langsame Weitergabe gesunkener Ölpreise. Die Union lehnt einen erneuten Tankrabatt ab und setzt auf gezielte Entlastungen für besonders Betroffene. ## SPD: Rekordgewinne der Ölkonzerne sind ein Skandal Fraktionsvize Armand Zorn (SPD) sagte der „Rheinischen Post“, die hohen Spritkosten stünden in einem Missverhältnis zu den Ölpreisen, die in den vergangenen Tagen stark gefallen seien. Es zeige sich erneut, dass Kostensteigerungen schnell, Kostensenkungen aber langsam weitergegeben würden. Dass alle großen Ölkonzerne für das zweite Quartal Rekordgewinne gemeldet hätten – teilweise eine Verdopplung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – sei ein Skandal. Zorn fuhr fort: "Der einzig gangbare Weg für die Politik ist nun, mit einem Spritpreisdeckel dieses Treiben zu beenden." Das Kartellamt müsse seine Untersuchungen zügig abschließen "und daraus passende Maßnahmen ableiten, um einen funktionierenden Wettbewerb wiederherzustellen. Wir werden mit der 12. Novelle des GWBs auch zeitnah weitere Verschärfungen des Kartellrechts auf den Weg bringen, welche das Bundeskartellamt stärken". ### Union: Tankrabatt war teuer und kein Dauerinstrument Die Union sieht trotz hoher Tankstellenpreise von einem erneuten Tankrabatt ab. Finanzexperte Fritz Güntzler (CDU) sagte der „Rheinischen Post“: „Der Tankrabatt war in der damaligen Lage ein wirksames Kriseninstrument“. Aber er sei kein Dauer-Abo an der Zapfsäule. Klar sei: "Die Menschen spüren die hohen Spritpreise jeden Tag – besonders auf dem Land, wo das Auto oft keine Bequemlichkeit ist, sondern Voraussetzung für Arbeit, Familie und Alltag." Ein erneuter Tankrabatt komme jedoch nicht infrage. "Gleichzeitig war der Tankrabatt ein vergleichsweise teures Instrument". Deshalb müssten weitere Entlastungen zielgenau sein, diejenigen erreichen, die besonders betroffen sind, und solide finanzierbar bleiben. Eine faire Entfernungspauschale und gezielte Entlastungen bei der Energiesteuer für besonders belastete Unternehmen – etwa in der Logistik – könnten hier wirksamer sein als eine pauschale Maßnahme für alle. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück