# SPD-Rebellion: Rücktrittsforderungen, Rehlinger und Pistorius im Gespräch Datum: 22.03.2026 20:19 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/spd-rebellion-ruecktrittsforderungen-rehlinger-und-pistorius-im-gespraech-694509/ --- Nach der Wahlniederlage der SPD in Rheinland-Pfalz mehren sich parteiinterne Forderungen nach personellen Konsequenzen an der Parteispitze und in der Bundesregierung. Besonders die Rolle der aktuellen Vorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas wird infrage gestellt, während mehrere Landespolitiker eine stärkere Einbindung von Ministerpräsidenten fordern. ## Rufe nach neuer Parteispitze Die niedersächsische SPD-Landtagsabgeordnete Doris Schröder-Köpf sprach sich für einen Wechsel an der Parteispitze aus. „An der SPD-Spitze sehe ich – als alleinige Vorsitzende – die erfolgreiche Ministerpräsidentin Anke Rehlinger“, sagte Schröder-Köpf am Sonntagabend dem „Spiegel“ mit Blick auf die saarländische Regierungschefin. „Sie ist nicht Teil des Kabinetts, ein Vorteil in der jetzigen Situation und `nah bei den Leuten`, was für die zu diskutierende künftige inhaltliche Ausrichtung wichtig ist“, sagte Schröder-Köpf laut „Spiegel“. ### Forderungen nach Konsequenzen in der Bundesregierung Schröder-Köpf verlangte zudem personelle Veränderungen im Bundeskabinett. So solle der amtierende SPD-Chef und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil das Amt des Vizekanzlers abgeben. „Boris Pistorius sollte das Amt des Vizekanzlers übernehmen“, forderte Schröder-Köpf dem „Spiegel“ zufolge. „Die Deutschen zeigen Woche für Woche in Umfragen, dass er vor allen anderen Politikern das Vertrauen der Bevölkerung genießt“, sagte sie dem Magazin. Darüber hinaus warb Schröder-Köpf laut „Spiegel“ dafür, dass weitere sozialdemokratische Regierungschefs in den Ländern mehr Gewicht in der Partei erhalten. So müssten Manuela Schwesig, Regierungschefin in Mecklenburg-Vorpommern, und Olaf Lies, Ministerpräsident in Niedersachsen, „weiter in herausgehobener Verantwortung bleiben“. ### Trennung von Regierungsamt und Parteivorsitz gefordert Auch der frühere SPD-Landesvorsitzender von Rheinland-Pfalz Roger Lewentz plädierte für eine klare Trennung von Parteivorsitz und Ministeramt. Die SPD brauche „einen Kümmerer“, der der Partei mehr Sichtbarkeit verschaffe und nicht schon nebenbei mit einem Ministeramt „extremst gefordert“ sei, sagte Lewentz dem Fernsehsender „Welt“. Eine Aufteilung von Ministerämtern und Parteiführung müssten nun „die Gremien auf der Bundesebene miteinander diskutieren; ich glaube aber, die SPD braucht eine viel stärkere Wahrnehmung als Partei“, sagte Lewentz bei „Welt“. Damit meine er „nicht Streit in der Regierung, sondern als Partei mit unseren Themen – soziale Gerechtigkeit und anderen – wirklich wahrgenommen zu werden“, so Lewentz weiter. „Das ist offenkundig auf Berliner Ebene im Moment nicht gelungen.“ ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück