# SPD-Gesundheitsexperte lehnt höhere Pflegebeteiligung von Angehörigen ab Datum: 02.06.2026 12:09 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/spd-gesundheitsexperte-lehnt-hoehere-pflegebeteiligung-von-angehoerigen-ab-718423/ --- Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Christos Pantazis, hat Forderungen aus der Unionsfraktion nach einer stärkeren finanziellen Beteiligung gutverdienender Angehöriger an Pflegekosten zurückgewiesen. Er warnt vor einer Debatte, die vor allem auf Vermögenszugriffe, Erbschaften und Wohneigentum zielt und neue Abstiegsängste auslösen könne. ## SPD-Politiker lehnt stärkere Belastung von Angehörigen ab Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Christos Pantazis, wandte sich gegen Überlegungen aus der Unionsfraktion, gutverdienende Angehörige stärker an der Finanzierung von Pflegekosten zu beteiligen. „Pflege ist ein allgemeines Lebensrisiko und keine private Verantwortung einzelner Familien“, sagte Pantazis der „Rheinischen Post“. „Wer die Debatte vor allem über Vermögenszugriffe, Erbschaften und eine stärkere Heranziehung von Angehörigen führt, greift aus meiner Sicht zu kurz.“ Pantazis betonte, Menschen, die ihr Leben lang Rücklagen bilden, müssten darauf vertrauen können, dass diese nicht im Pflegefall schrittweise zur Ersatzfinanzierung struktureller Defizite genutzt würden. Denn wer sein Leben lang Rücklagen bilde, solle nicht befürchten müssen, dass diese im Pflegefall schrittweise zur Ersatzfinanzierung struktureller Defizite herangezogen würden, so der SPD-Politiker. „Wir brauchen eine solidarische und nachhaltige Pflegereform, die soziale Sicherheit gewährleistet und nicht neue Abstiegsängste erzeugt“, sagte Pantazis der „Rheinischen Post“. ### Vorschläge aus der Union Zuletzt hatte Unionsfraktionsvize Albert Stegemann (CDU) vorgeschlagen, erwachsene Kinder künftig früher an den Kosten für die Pflege ihrer Eltern zu beteiligen. Auch hatte Stegemann gefordert, dass zur Finanzierung der Pflege auch Wohneigentum herangezogen werden sollte. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück