# SPD fordert Ende der Ungleichbehandlung bei Facharztterminen Datum: 01.08.2026 01:32 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/spd-fordert-ende-der-ungleichbehandlung-bei-facharztterminen-738198/ --- SPD-Fraktionschef Matthias Miersch will die Ungleichbehandlung von gesetzlich und privat Krankenversicherten beenden. Gesetzlich Versicherte sollen künftig deutlich schneller Termine bei Fachärzten erhalten. Die Bundesregierung plant die Umsetzung der im Koalitionsvertrag vereinbarten Facharztgarantie. ## Facharztgarantie und Reform der Krankenversicherung Trotz hoher und teilweise sogar höherer Beiträge als von Privatversicherten erleben viele Menschen in der gesetzlichen Krankenversicherung eine deutliche Ungleichbehandlung gegenüber Privatversicherten. "Trotz hoher und teilweise sogar höherer Beiträge als von Privatversicherten erleben viele Menschen in der gesetzlichen Krankenversicherung eine deutliche Ungleichbehandlung gegenüber Privatversicherten. Das werden wir angehen." Das sagte Miersch den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagsausgaben). Die Bundesregierung wolle die im Koalitionsvertrag vereinbarte Facharztgarantie umsetzen, so der SPD-Vorsitzende. Wie diese konkret ausgestaltet werde, sei noch offen. "Dafür gibt es verschiedene Modelle, etwa über die Honorierung". Sehr klar sei für ihn jedoch: "Politik wird im Bundestag gemacht und nicht von den Kassenärzten. Der Bundestag stellt die Regeln auf und diese werden wir jetzt ändern." ### Pflegereform: Strukturelle Veränderungen statt Kürzungen Miersch bezeichnete das Nebeneinander von gesetzlicher und privater Krankenversicherung als eine der zentralen Reformfragen. "Wir müssen das System gerechter machen". Auch bei der anstehenden Pflegereform sprach er sich für strukturelle Veränderungen aus und lehnte Kürzungen bei den Rentenbeiträgen für pflegende Angehörige ab. "Wer Angehörige zu Hause pflegt, darf dafür nicht bestraft werden". Ziel müsse es sein, die häusliche Pflege zu stärken, da nicht alle Pflegebedürftigen in Einrichtungen versorgt werden könnten. Mit Blick auf die Finanzierung der Pflege mahnte Miersch Reformen an. Deutschland gebe im internationalen Vergleich viel Geld für Gesundheit und Pflege aus, erreiche aber nicht überall die gewünschten Ergebnisse. Deshalb brauche es "strukturelle Veränderungen statt immer neuer Kürzungen". Dabei müsse auch "das Verhältnis von privater und gesetzlicher Pflegeversicherung in den Blick" genommen werden. Allein auf eine stärkere Belastung privat Versicherter setze die SPD jedoch nicht. "Nein, nicht allein. Aber wir haben ein Nebeneinander verschiedener Systeme. Darüber müssen wir sprechen." --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück