Angesichts der aktuellen Hitzewelle dringt die SPD auf bessere Schutzmaßnahmen für die Bürger in Deutschland. Fraktionsvize Esra Limbacher fordert, den Hitzeschutz in der sozialen Infrastruktur deutlich zu stärken und warnt vor den Folgen extremer Temperaturen für besonders gefährdete Gruppen.
SPD fordert verstärkten Hitzeschutz in sozialen Einrichtungen
SPD-Fraktionsvize Esra Limbacher sagte der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe), die Koalition müsse jetzt den Hitzeschutz in der sozialen Infrastruktur stärker in den Fokus rücken. „Wir brauchen mehr Trinkbrunnen, mehr Bäume und Verschattung, einen wirksamen Sonnenschutz an Gebäuden und begrünte Außenanlagen.“
Angesichts der extrem hohen Temperaturen sei Hitzeschutz eine zentrale Aufgabe moderner Daseinsvorsorge, ergänzte Limbacher. Kitas, Pflegeheime und Krankenhäuser dürften im Sommer nicht zu Backöfen werden. Wenn draußen 40 Grad herrschten, müsse drinnen Schutz möglich sein. Klimaanlagen, moderne Wärmepumpen mit Kühlfunktion und andere technische Kühllösungen könnten dazu entscheidend beitragen.
Besonders gefährdete Gruppen im Fokus
Das sei keine Komfortfrage. „Gerade Kinder, Pflegebedürftige, chronisch Kranke und ältere Menschen sind auf funktionierende Schutzmaßnahmen angewiesen“, sagte Limbacher der „Rheinischen Post“.
Die „taz“ hatte Anfang März unter Berufung auf eine Antwort des SPD-geführten Bundesumweltministeriusm auf eine Kleine Anfrage der Grünen berichtet, dass 2026 keine neuen Gelder über das Förderprogramm Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen vergeben werden.
Warnungen vor starker bis extremer Wärmebelastung
Der Deutsche Wetterdienst warnt aktuell in weiten Landesteilen vor starker, im Westen und Südwesten vor extremer Wärmebelastung. Am Freitag und am Wochenende weite sich die starke Wärmebelastung auf ganz Deutschland aus, so die Meteorologen. Vom Südwesten und Westen über die Mitte bis in den Osten gebe es vielerorts auch eine extreme Wärmebelastung. Laut Weltklimarat (IPCC) sorgt der menschengemachte Klimawandel dafür, dass Hitzewellen häufiger stattfinden und heftiger ausfallen.
