# Spahn fordert höheres Renteneintrittsalter wegen steigender Lebenserwartung Datum: 13.02.2026 08:20 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/spahn-fordert-hoeheres-renteneintrittsalter-wegen-steigender-lebenserwartung-683314/ --- Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) stellt eine deutliche Erhöhung des Renteneintrittsalters in Aussicht. Angesichts steigender Lebenserwartung rechnet er damit, dass künftig länger gearbeitet werden muss. ## Spahn: Längere Lebenszeit erfordert längere Lebensarbeitszeit Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) erwartet eine klare Anpassung des Rentensystems an die steigende Lebenserwartung. „Wenn man hundert wird, kann man nicht mit Mitte 60 aufhören zu arbeiten“, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Spahn verwies dabei auf die Perspektive der heute Geborenen. Jedes zweite heute neugeborene Mädchen werde mit hoher Wahrscheinlichkeit 100 Jahre alt werden, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. ### Entwicklung der Lebenserwartung Die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt betrug laut Statistischem Bundesamt (Destatis) in Deutschland im Jahr 2024 für Frauen 83,5 Jahre und für Männer 78,9 Jahre. Vor der Pandemie hatte die Lebenserwartung in den Jahren 2011 bis 2019 für beide Geschlechter pro Jahr um durchschnittlich etwa 0,1 Jahre zugenommen, wie Destatis mitteilt. Wäre der Trend ab 2019 unverändert fortgesetzt worden, würde es laut Destatis ab 2019 bei den Frauen rund 165 Jahre und bei den Männern rund 212 Jahre dauern, bis die durchschnittliche Lebenserwartung auf hundert Jahre steigt. ### Rentenkommission und Schuldenbremse Wenn die Lebenserwartung weiter steige, werde auch das Renteneintrittsalter weiter steigen, sagte Spahn den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Er gehe daher davon aus, dass die Rentenkommission Vorschläge für eine Erhöhung des Renteneintrittsalters und zur Lebensarbeitszeit machen werde. Die Altersgrenze für die Regelaltersrente ohne Abschläge wird derzeit schrittweise auf 67 Jahre angehoben. Auf die Frage, ob er ausschließe, dass die Bundesregierung die Schuldenbremse abermals lockern könnte, um die Sozialkassen zu retten, antwortete Spahn den Zeitungen der Funke-Mediengruppe mit einer klaren Absage. Er sehe „keinerlei Spielraum für weitere Schulden“. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück