# Später Gegentreffer: VfL Osnabrück verliert Derby bei Arminia Bielefeld mit 1:2 Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-18T15:39:29+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-18T15:40:08+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/spaeter-gegentreffer-vfl-osnabrueck-verliert-derby-bei-arminia-bielefeld-mit-12-767896/ Kategorie: Aktuell --- Der VfL Osnabrück hat das Derby bei Arminia Bielefeld mit 1:2 verloren. Die Mannschaft von Trainer Timo Schultz ging durch Robin Meißner früh in Führung, musste nach dem Ausgleich aber kurz vor Schluss den entscheidenden Gegentreffer hinnehmen. Damit warten die Lila-Weißen seit vier Spielen auf einen Sieg in der 2. Bundesliga. Bielefeld feierte dagegen den zweiten Erfolg in Serie und kletterte auf Tabellenplatz sieben. Vor dem Duell am achten Spieltag waren beide Mannschaften mit jeweils acht Punkten nahezu gleichauf. Schultz veränderte seine Startelf nach dem 1:1 gegen Dynamo Dresden auf zwei Positionen: Ismail Badjie ersetzte Bernd Riesselmann in der Offensive, Leon Flach rückte für Wagner ins zentrale Mittelfeld. ### Meißner bestraft Bielefelder Fehler und bringt VfL in Führung Vor ausverkauftem Haus auf der Bielefelder Alm erwischten die Gastgeber den besseren Start. Arminia setzte die Osnabrücker früh unter Druck und eroberte verlorene Bälle häufig schon in der gegnerischen Hälfte zurück. Der VfL konzentrierte sich zunächst auf die Defensive und lauerte auf Gegenstöße. Die erste große Gelegenheit gehörte dennoch den Gästen. Nach einem völlig missglückten Rückpass von Stefano Russo lief Robin Meißner in der siebten Spielminute allein auf Bielefelds Torhüter Jonas Kersken zu. Der Angreifer schloss direkt ab, setzte den Ball jedoch rechts am Tor vorbei. Neun Minuten später machte es Meißner besser. Diesmal spielte Arminias Sicker einen folgenschweren Rückpass, der zwischen den Verteidigern Maximilian Großer und Maximilian Bauer direkt beim Osnabrücker Angreifer landete. Meißner umkurvte Kersken und schob zur überraschenden 1:0-Führung ein (16.). ### Osnabrücker Führung hält nicht lange Bielefeld blieb die aktivere Mannschaft, während der VfL nach dem Führungstreffer besser ins Spiel fand. Lange hielt der Vorsprung allerdings nicht. Nach einem Handspiel von Jonathan Gomez bekam die Arminia nahe der Grundlinie einen Freistoß zugesprochen. Sicker brachte den Ball an den Fünfmeterraum, wo Bauer unbedrängt hochstieg und zum 1:1 einköpfte (26.). Der Ausgleich entsprach den Spielanteilen. Osnabrück verteidigte über weite Strecken ordentlich, hatte den Gegentreffer nach einer Standardsituation aber zu einfach zugelassen. In der Folge neutralisierten sich beide Mannschaften zunehmend im Mittelfeld. Badjie leitete noch einen Angriff auf Meißner ein, den Großer rechtzeitig unterband. Auf der Gegenseite schoss Marius Wörl aus rund 30 Metern deutlich über das Tor. Weitere klare Chancen blieben zunächst aus. Kurz vor der Pause stießen Benjamin Boakye und Niklas Wiemann bei einem Luftduell mit den Köpfen zusammen. Beide mussten behandelt werden, konnten anschließend aber weiterspielen. Mit dem insgesamt leistungsgerechten 1:1 ging es in die Kabinen. ### Bielefeld erhöht nach der Pause den Druck Beide Trainer verzichteten zunächst auf Wechsel. Bielefeld übernahm wieder die Spielkontrolle und versuchte, mit schnellen Kombinationen Lücken in der Osnabrücker Defensive zu finden. Der VfL stand tief und setzte weiterhin auf Konter, kam offensiv allerdings nur selten zur Entlastung. Nach knapp einer Stunde reagierte Arminia-Trainer Oliver Kirch mit einem Doppelwechsel. Jannik Rochelt und Monju Thaddäus Momuluh ersetzten Benjamin Boakye und Isaiah Young (59.). Die Einwechslungen sollten sich später als entscheidend erweisen. Zunächst wurde Bielefeld gefährlicher. Joel Grodowski scheiterte nach einer Hereingabe von rechts denkbar knapp: Sein Abschluss traf den Innenpfosten, von dort sprang der Ball entlang der Torlinie zurück ins Feld (63.). Wenige Minuten später drehte sich der Stürmer im Strafraum um seinen Gegenspieler, doch Robin Fabinski fälschte den Schuss zur Ecke ab (69.). Osnabrück hatte zunehmend Schwierigkeiten, sich aus der eigenen Hälfte zu befreien. Mehrere Bielefelder Eckbälle hintereinander erhöhten den Druck auf die Gäste. Schultz brachte Daniel Kofi Kyereh für Badjie (68.), während die Gastgeber weiter auf den Führungstreffer drängten. Eine weitere gute Möglichkeit vergab Grodowski in der 75. Minute. Rochelt setzte sich auf der linken Seite gegen zwei Verteidiger durch und legte quer, doch der Abschluss des Stürmers ging über das Tor. Der VfL blieb zumindest vereinzelt gefährlich. Nach einer gefühlvollen Flanke von Patrick Kammerbauer fehlten Wiemann am Elfmeterpunkt nur wenige Zentimeter zum Ball (79.). ### Rochelt entscheidet das Derby in der 85. Minute In der Schlussphase deutete vieles auf einen späten Bielefelder Treffer hin. Momuluh zog von der rechten Seite nach innen, setzte seinen Schuss aber knapp über die Latte (84.). Nur eine Minute später gelang den Gastgebern die Entscheidung. Momuluh erlief einen langen Ball nahe der rechten Eckfahne und flankte in den Strafraum. Grodowski verpasste die Hereingabe, doch hinter ihm stand Rochelt bereit und köpfte wuchtig ins linke Eck. VfL-Torhüter Lennart Krumrey war beim 2:1 machtlos (85.). Schultz reagierte mit drei Wechseln in der 89. Minute. Theo Janotta, Leonhard Münst und Bernd Riesselmann kamen für Jannik Müller, Gomez und Adrian Beck. Die Osnabrücker konnten die Partie in der kurzen verbleibenden Spielzeit jedoch nicht mehr drehen. Überschattet wurde die Nachspielzeit von einer Verletzung des kurz zuvor eingewechselten Bielefelders Vincent Ocansey. Er musste nach einer Behandlung am rechten Knie mit der Trage vom Platz gebracht werden. ### VfL empfängt als Nächstes Greuther Fürth Am Ende stand eine verdiente Niederlage für den VfL Osnabrück. Die Lila-Weißen profitierten bei ihrer Führung von einem schweren Bielefelder Abwehrfehler und verteidigten anschließend lange ordentlich. Mit zunehmender Spieldauer gelang es ihnen jedoch immer seltener, für Entlastung zu sorgen. Die beiden Bielefelder Einwechselspieler Momuluh und Rochelt machten schließlich den Unterschied. Während Arminia Bielefeld mit dem zweiten Sieg hintereinander auf Platz sieben springt, bleibt der VfL bei acht Punkten und wartet seit vier Ligaspielen auf einen Dreier. Die nächste Gelegenheit bietet sich am nächsten Sonntag um 13:30 Uhr. Dann empfängt der VfL Osnabrück die SpVgg Greuther Fürth an der Bremer Brücke. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück