# Sorge um Verfassungsschutz-Daten in Sachsen-Anhalt Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-24T15:42:05+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-24T15:42:08+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/sorge-um-verfassungsschutz-daten-in-sachsen-anhalt-759699/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Sicherheitsexperten warnen vor dem Missbrauch sensibler Daten des Landesamts für Verfassungsschutz Sachsen-Anhalt, falls die AfD die Macht übernimmt. Grüne und Linke fordern Schutzmaßnahmen und mehr Transparenz. ## Grüne sehen massive Gefahr für Staat und Personen Die Landesämter für Verfassungsschutz verfügen über zahlreiche hochsensible Informationen, sagte der Grünen-Innenpolitiker Konstantin von Notz dem „Tagesspiegel“. „Die Landesämter für Verfassungsschutz verfügen über zahlreiche hochsensible Informationen“. Von Notz, Mitglied im Parlamentarischen Kontrollgremium, betonte: "Darunter befinden sich Daten, die in den Händen von Rechtsextremisten eine massive Gefahr für die Integrität unseres Staates, aber auch für konkrete Personen darstellen würden." Er warnte, zukünftig werde das Vertrauen der Partner davon abhängen, ob die Geheimhaltung gewährleistet sei. "Zukünftig wird das Vertrauen unserer Partner daran hängen, ob unsere Dienste die Geheimhaltung von Informationen gewährleisten können". ### Forderungen an Bundesinnenminister Dobrindt Seit Monaten fordern die Grünen Bundesinnenminister Alexander Dobrindt auf, sich des Themas anzunehmen. Dobrindt trage die Verantwortung, diese Gefahren abzuwenden, so von Notz. „Dass ein Tätigwerden des Innenministeriums bis heute nicht wirklich erkennbar ist, irritiert uns massiv.“ Die Grünen haben nun offiziell bei der Bundesregierung angefragt, welche Vorkehrungen das Bundesinnenministerium zum Schutz der Informationen ergreift. ### Linke kritisiert mangelnde Kontrolle Auch die Linke warnt vor dem Abfluss und Missbrauch von Daten. "Es muss alles getan werden, um zu verhindern, dass sensible Informationen in die Hände von Menschen fallen, die damit politische Gegner verfolgen wollen", forderte die innenpolitische Sprecherin Clara Bünger im „Tagesspiegel“. Bünger sieht darin ein grundsätzliches Problem des Verfassungsschutzes. Die Behörde sammle Daten jenseits demokratischer Kontrolle, kritisierte sie und forderte mehr Kontrollrechte und Transparenz. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück