# Softair-Gewehr sorgt für Großeinsatz im Osnabrücker Hauptbahnhof Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-08-20T11:47:48+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-08-20T11:47:48+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/softair-gewehr-sorgt-fuer-grosseinsatz-im-osnabruecker-hauptbahnhof-745444/ Kategorie: Aktuell --- Ein Hinweis auf einen möglicherweise bewaffneten Mann hat am Mittwochabend (19. August) einen größeren Polizeieinsatz am Osnabrücker Hauptbahnhof ausgelöst. Weil zunächst von einer geladenen Schusswaffe ausgegangen werden musste, stoppten Einsatzkräfte einen mit rund 200 Reisenden besetzten Zug nach Münster. Am Ende stellte sich heraus: Bei der vermeintlichen Waffe handelte es sich um ein Softair-Gewehr. ## Zug nach Münster an der Abfahrt gehindert Gegen 17:35 Uhr erhielt die Bundespolizei die Information, dass ein Mann auf dem Bahnsteig an Gleis 1 eine Waffe geladen haben und anschließend in einen abfahrbereiten Zug nach Münster gestiegen sein soll. Aufgrund der möglichen Gefahr für die Reisenden wurde die Abfahrt des Zuges gestoppt. Mit Maschinenpistolen und Schutzausrüstung ausgestattete Einsatzkräfte betraten daraufhin den Zug und stellten den beschriebenen Mann. Der 26-Jährige verhielt sich nach Angaben der Bundespolizei während der gesamten Kontrolle ruhig und kooperativ. ### Hinweis offenbar falsch weitergegeben Bei der Überprüfung stellte sich schnell heraus, dass der Mann keine echte Schusswaffe, sondern eine Softair-Waffe in der Optik eines Sturmgewehrs bei sich hatte. Zudem ergaben die Ermittlungen, dass er die Waffe offenbar zu keinem Zeitpunkt aus seiner mit einem Schloss gesicherten Transporttasche genommen hatte. Auch mit den vier mitgeführten Magazinen soll er weder auf dem Bahnsteig noch im Zug hantiert haben. Die ursprüngliche Information, der Mann habe die Waffe auf dem Bahnsteig durchgeladen, beruhte offenbar auf einem Missverständnis. Der eigentliche Hinweisgeber hatte einen solchen Vorgang nach Angaben der Bundespolizei nicht beobachtet. Seine Beobachtung sei offenbar über eine dritte Person fehlerhaft an die Polizei weitergegeben worden. ### Zu keinem Zeitpunkt Gefahr für Reisende Nach bisherigen Erkenntnissen wollte der 26-Jährige die Softair-Waffe lediglich in der verschlossenen Tasche transportieren. Eine Gefahr für die rund 200 Reisenden habe zu keinem Zeitpunkt bestanden. Ganz ohne Folgen bleibt der Vorfall für den 26-jährigen Ukrainer allerdings nicht. An der Softair-Waffe waren die erforderlichen Prüfkennzeichen unkenntlich gemacht worden. Deshalb besteht der Verdacht eines Verstoßes gegen das Waffengesetz. Die Bundespolizei stellte die Waffe sicher und leitete ein Ermittlungsverfahren ein. ### Bundespolizei warnt vor täuschend echten Waffen Die Bundespolizei weist angesichts des Einsatzes darauf hin, dass täuschend echt aussehende Waffen insbesondere an stark frequentierten Orten erhebliche Polizeimaßnahmen auslösen können. Einsatzkräfte könnten in einer zunächst unklaren Situation nicht erkennen, ob es sich um eine funktionsfähige Schusswaffe oder lediglich um eine Nachbildung handelt. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück