# Söder sieht Schulze als starken Regierungschef Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-05T23:22:11+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-05T23:22:16+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/soeder-sieht-schulze-als-starken-regierungschef-752127/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt rechnet der bayerische Ministerpräsident Markus Söder mit einem guten Abschneiden von CDU-Ministerpräsident Sven Schulze. In einem Interview mit der Rheinischen Post lobte er Schulze als starken Regierungschef und plädierte für pragmatische Lösungen. ## Pragmatische Lösungen nach der Wahl Auch ohne klassische Mehrheit könne Schulze laut Söder eine gute und konstruktive Regierung bilden, möglicherweise mit Tolerierungen durch Parteien, "bei denen sich uns normalerweise alle Haare sträuben würden". Gerade mit Blick auf eine mögliche Zusammenarbeit der CDU mit der Linken betonte der CSU-Chef in der Rheinischen Post, im Bund seien "stabile und klare Mehrheiten" nötig. In den Ländern komme es dagegen vor allem darauf an, einen Haushalt durch das Parlament zu bringen. Das sei etwa in Sachsen und Thüringen gelungen und könne auch in Sachsen-Anhalt funktionieren. "Jeder in Sachsen-Anhalt weiß, was die Stunde geschlagen hat", so Söder. ### Wahl als Richtungsentscheidung Bei der Wahl gehe es laut Söder um die Frage, "ob es in der deutschen Demokratie einen Epochenbruch gibt und erstmals in der Nachkriegsgeschichte radikale Kräfte die Oberhand gewinnen". Zugleich zeigte er sich optimistisch: Viele Menschen haderten zwar mit der Politik, spürten aber "was eine alleinige Verantwortung der AfD bedeuten würde". ### Keine Strafzahlungen für AfD-Wahlsieg Konsequenzen eines AfD-Wahlsiegs beim Länderfinanzausgleich lehnte Söder ab. Eine Reform sei zwar "überfällig", dürfe aber nicht als Strafzahlung für bestimmtes Wahlverhalten dienen. Konsequenzen eines AfD-Wahlsiegs beim Länderfinanzausgleich lehnte Söder ab. "Die Bereitschaft zu Reformen sollte in einer Demokratie nicht davon abhängig sein, wer gewählt wird", sagte er in der Rheinischen Post. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück