# Söder lehnt Kanzlerwechsel ab Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-13T00:42:04+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-13T00:42:08+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/soeder-lehnt-kanzlerwechsel-ab-754975/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- CSU-Chef Markus Söder hat Spekulationen über einen Wechsel von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) eine klare Absage erteilt. Für seine Partei schließe er einen Sturz des Kanzlers komplett aus, betonte er im Gespräch mit Bild am Sonntag. ## Keine Revolte gegen Merz "Egal, wer jetzt sofort einrücken würde, wenn man die Alternativen durchspielt, der käme erst einmal mit den gleichen Problemen aus – mit einer SPD, die sich mit Reformen schwertut", sagte der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef der Bild am Sonntag. Es sei ein schlechtes Signal gewesen, "dass die SPD nach diesem Wahlergebnis plötzlich anfängt, alles infrage zu stellen." ### Merz steht zu den Reformen Auf die Frage, ob Merz noch der richtige Bundeskanzler sei, antwortete Söder: "Ja, er steht zu den Reformen." Aufkommenden Gerüchten über eine Revolte gegen den Regierungschef entgegnete er deutlich: "Natürlich ist es so, dass über Parteien und über Personen geredet wird. Der Kanzler weiß das, und ich finde, er hat das ja auch diese Woche gezeigt. Ihn hat das Ergebnis berührt, und ihn berühren natürlich auch die eigenen Zustimmungswerte. Ich glaube, wir tun in der Union gut daran, zusammenzustehen und uns jetzt nicht durch die AfD auseinanderbringen zu lassen". ### Kein Grund für personelle Konsequenzen Einen Sturz des Kanzlers schloss er für seine Partei komplett aus: "Von der CSU auf keinen Fall." Für die Schwesterpartei fügte er an: "Für die CDU bin ich nicht zuständig, da bin ich nicht der Vorsitzende. Aber für die CSU kann ich das sagen", so der CSU-Chef. Zwar sieht er internen Verbesserungsbedarf im Kanzleramt, aber keinen Grund für personelle Konsequenzen: Das sei aktuell nach anderthalb Jahren "ein schwerer Durchhänger, vielleicht der schwerste, den man sich vorstellen kann, aber kein Grund zum Aufgeben", so der bayerische Ministerpräsident. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück