# So zaubert „Freudestreuerin“ Kira den Menschen in Osnabrück ein Lächeln ins Gesicht Datum: 17.03.2026 10:00 Kategorie: Aktuell URL: https://hasepost.de/so-zaubert-freudestreuerin-kira-den-menschen-in-osnabrueck-ein-laecheln-ins-gesicht-691934/ --- Die Osnabrückerin Kira versteckt nun schon seit Juni 2025 kleine Überraschungssäckchen in den verschiedenen Stadtteilen Osnabrücks, um fremden Menschen ein breites Lächeln und einen schönen Tag schenken zu können. Die bunten Säckchen verbreiten dabei symbolisch Farbe im manchmal so tristen Alltag. ## So funktioniert das Projekt „Freudestreuer“ Da sie das Projekt „Freudestreuer“ neben ihrer Arbeit als Erzieherin auf die Beine stellt, werden die kleinen Überraschungssäckchen immer wieder spontan in der Stadt verteilt. „Gerade zum Beispiel verteile ich sogar täglich die kleinen Säckchen, das variiert jedoch immer wieder. Es kommt ganz darauf an, wie viel Zeit ich habe“, erklärt die Osnabrückerin, die anonym bleiben möchte, beim Gespräch in der HASEPOST-Redaktion. Glückliche Finderinnen und Finder der kleinen Geschenke finden neben variierenden Kleinigkeiten auch selbstgeschriebene Sprüche und eine kleine Karte mit einem QR-Code, der zum Instagram-Kanal des Projekts führt. „Ich sage immer, das Säckchen findet den Gewinner“, betont Kira. So erzählt sie, dass zwar viele Gewinnerinnen und Gewinner die auf Instagram veröffentlichten Tipps zur Standortsuche nutzen, jedoch auch immer wieder Menschen gewinnen, die das Projekt vorher noch nicht kannten. Der QR-Code dient dann zur Einordnung des Geschenks und bietet gleichzeitig die Möglichkeit, eine Rückmeldung dazulassen. ### Freude sollte nie verloren gehen Kira selbst beschreibt ihr Projekt als „Schenken mit Message“. Auch sie sieht immer wieder, dass man die Freude allzu oft im Alltag vergisst. So gerate vor allem in diesen Zeiten die Freude und Zuversicht des Öfteren abhanden, wenn man die Nachrichten aus der Welt schaue und nur noch Negatives vor Augen habe. Diese Freude und Zuversicht möchte die Osnabrückerin anderen Menschen zurückgeben. Ihr Projekt soll zeigen, dass man trotz der vielen schrecklichen Dinge in der Welt immer Menschen im Umfeld etwas Nettes bereiten kann. „Der Gedanke hinter meinem Projekt ist es auch, Menschen dazu zu animieren, aktiv ihr Umfeld positiv zu verändern. Dabei sollte jeder das auf seine eigene Weise versuchen, also so wie eben das Herz schlägt“, findet Kira. ### Projekt erfreut immer mehr Menschen Das Projekt zeigt immer wieder große Erfolge, die ihr persönlich sehr nahe gehen. Am schönsten war für sie eine Rückmeldung einer Gewinnerin, die ihr eine sehr emotionale und lange Dankesnachricht per Instagram geschickt hat. „Die Gewinnerin berichtete mir, dass sie das Geschenk mit Tränen in den Augen und einem Lächeln im Gesicht entgegengenommen hat. Mein Spruch hat sie dabei in schwierigen Zeiten sehr glücklich gemacht“, erinnert sich die Erzieherin. Aber auch manche Männer bedanken sich manchmal bei ihr mit einem kurzen „Hab’s gefunden!“, erzählt Kira schmunzelnd. ### Projekt wird größtenteils selbst finanziert Finanziert wird das Projekt größtenteils von Kira selbst, auch wenn manchmal Geschäfte aus der Region auf sie zukommen und Kleinigkeiten für ihre Überraschungen spenden. Andere Geschäfte oder Marken bieten ihr ebenfalls verschiedene Inhalte für ihre Überraschungssäckchen. Im Gegenzug dazu stellt Kira diese Marken auf ihrem Instagram-Kanal vor. Die Unterstützung in den sozialen Medien wächst nämlich mit inzwischen über 3.200 Followern auf Instagram täglich. Die Osnabrückerin erzählt aber auch, dass sie große Unterstützung von ihrer Familie, von Freunden oder auch Arbeitskolleginnen erhält. ### „Freudestreuer“ soll den Menschen als Projekt im Kopf bleiben, nicht als Gesicht Auch wenn schon einige aus dem engsten Vertrautenkreis von Kiras Nebenbeschäftigung als „Freudestreuerin“ Osnabrücks wissen, möchte sie anonym bleiben. „Das Projekt und die wichtige Botschaft dahinter soll im Mittelpunkt stehen“, betont sie. Zudem ist es ihr wichtig, dass das Überraschungssäckchen weiterhin die Gewinnerinnen und Gewinner findet. Wenn sie anonym in der Stadt unterwegs ist, kann sie dies weiterhin sicherstellen, da sie unbemerkt die Überraschungen verteilen kann. ### Mysteriöser Osnabrückerin bleibt Anonymität wichtig Kiras Projekt erregte zuletzt öfter Aufmerksamkeit in den Medien. So zuletzt am 15. März bei der Sendung „Hallo Niedersachsen“ im NDR. Ihr selbst fällt diese Aufmerksamkeit teils noch schwer, gesteht sie. „Auch in diesen Presseterminen tritt man ein Stück weit aus der Anonymität raus“, erzählt sie. Kira selbst wird dabei noch einmal mehr bewusst, wie wichtig ihr aber die Anonymität des Projekts ist. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück