# Signal-Phishing erreicht Bundeskabinett: Ministerinnen im Visier Datum: 25.04.2026 09:19 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/signal-phishing-erreicht-bundeskabinett-ministerinnen-im-visier-706587/ --- Die seit Monaten andauernde Phishingkampagne gegen Nutzer des Messengerdiensts Signal greift offenbar immer stärker auf die politische Führungsspitze in Deutschland über. Nach Bundestagspräsidentin Julia Klöckner sind dem „Spiegel“ zufolge nun auch zwei Bundesministerinnen betroffen, deren Signal-Konten kompromittiert worden sein sollen. Sicherheitsbehörden ermitteln bereits seit Februar zu den Angriffen, die sich laut BSI und BfV gezielt gegen hochrangige Ziele richten. ## Phishingangriffe erreichen das Bundeskabinett Die Phishingkampagne gegen Nutzer des Messengerdiensts Signal hat offenbar das Bundeskabinett erreicht. Dem „Spiegel“ zufolge sind Bildungsministerin Karin Prien (CDU) und Bauministerin Verena Hubertz (SPD) betroffen. Die Signal-Konten der beiden Politikerinnen sollen kompromittiert worden sein. Damit nimmt das Ausmaß der Angriffswelle eine neue Dimension an. Erst am Mittwoch hatte der „Spiegel“ enthüllt, dass Bundestagspräsidentin Julia Klöckner zu den Opfern der Kampagne gehört. Die Politikerin bekleidet das zweithöchste Staatsamt und ist Mitglied des CDU-Präsidiums. Das Parteigremium kommunizierte bislang in einem Signal-Gruppenchat – einschließlich Bundeskanzler Friedrich Merz. Mitarbeiter des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) hatten den Kanzler dem Bericht zufolge in der Sache persönlich aufgesucht. Mit Hubertz und Prien werden nun erstmals Kabinettsmitglieder als mutmaßliche Opfer bekannt. ### Bundesregierung hält sich zu Kommunikationswegen bedeckt Auf Anfrage teilte eine Sprecherin Priens dem „Spiegel“ mit: „Zu Kommunikationsmitteln der Bundesregierung können wir keine Auskunft geben.“ Ein Sprecher von Hubertz sagte dem „Spiegel“, für die Integrität und Sicherheit von interner und externer Kommunikation des Ministeriums gälten klare Grundsätze. „Dazu gehört, dass wir uns grundsätzlich nicht zu möglichen oder tatsächlichen Sicherheitsvorfällen äußern“, sagte der Sprecher. Im Zusammenhang mit der seit Monaten andauernden internationalen Phishingkampagne gegen Nutzer der Messaging-App Signal ermittelt Generalbundesanwalt Jens Rommel bereits seit Februar. Inwieweit der Kanzler betroffen sein könnte, ist weiter unklar. Man könne „über die Art und Weise, wie wir in der Bundesregierung kommunizieren, keine Auskunft geben“, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille der dts Nachrichtenagentur. Das gelte grundsätzlich, aber insbesondere auch in Bezug auf die Kommunikationsmittel und die entsprechenden Telekommunikationswege. „Aber seien Sie sich sicher, dass die Kommunikation der Bundesregierung, des Bundeskanzlers, der Bundesminister auf sicheren Kanälen läuft“, sagte Hille der dts Nachrichtenagentur. ### Sicherheitsbehörden sehen staatlichen Cyberakteur am Werk Nach aktuellen Erkenntnissen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) führt „ein wahrscheinlich staatlich gesteuerter Cyberakteur“ Phishing-Angriffe über Messengerdienste, insbesondere über Signal, durch. Im Fokus stehen demnach „hochrangige Ziele aus Politik, Militär und Diplomatie sowie Investigativjournalistinnen und -journalisten in Deutschland“. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück