# Siegmund verteidigt AfD-Familienbild trotz Weidels Lebensstil Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-04T02:02:10+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-04T02:02:14+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/siegmund-verteidigt-afd-familienbild-trotz-weidels-lebensstil-751298/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Der AfD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, sieht keinen Widerspruch zwischen dem Lebensstil von Parteichefin Alice Weidel und dem Familienbild seiner Partei. Jeder solle so leben, wie er glücklich ist, sagte er den Sendern RTL und ntv. Zugleich verteidigte er umstrittene Formulierungen im Wahlprogramm. ## Kein Widerspruch zwischen Weidels Leben und Parteiprogramm Jeder solle "so leben, wie er glücklich ist", sagte Siegmund den Sendern RTL und ntv. Siegmund betonte, es sei ein Unterschied, "ob ich eine Familie, die Kinder in die Welt setzt, besonders gesellschaftlich unterstütze". Die Formulierung "sexuelle Abweichung und nichtreproduktive Lebensweise" im Wahlprogramm verteidigte er. Weidel hatte im Juli dazu erklärt: "Da gehe ich nicht mit. Weil ich deutlich gesellschaftlich liberaler aufgestellt bin, weil ich es auch lebe. Ich lebe es." und angefügt: "Wir sollten eigentlich so diese Zweiteilung hinter uns lassen.". Siegmund verwies auf seine frühere Einschätzung: "Das hatte ich rückblickend anders erachtet.". ### Umstrittene Passagen im Wahlprogramm Das Programm der AfD Sachsen-Anhalt enthält die Aussage: "Nur aus der Verbindung von Mann und Frau gehen Kinder und damit kommende Generationen hervor.". Zudem heißt es, eine "intakte Familie bestehend aus Mutter, Vater und Kindern" sei "erwiesenermaßen die beste Voraussetzung für eine gute und gesunde Kindesentwicklung". Steigende Abtreibungs- und sinkende Geburtenraten werden damit begründet, dass "dass sexuelle Abweichungen und nicht-reproduktive Lebensweisen" offensiver beworben würden. An anderer Stelle ist von "nicht-normaler Geschlechtsidentitäten" oder "abseitiger sexueller Vorlieben" die Rede. Auf die Kritik, die Wortwahl "sexuelle Abweichung" könnte herabwürdigend wirken, reagierte Siegmund mit den Worten: "Das ist ganz oft in der aktuellen Diskussion so, dass man über die Wortwahl spricht. Das eröffnet halt Interpretationsspielraum. Vielleicht werden wir es beim nächsten Mal noch genauer definieren.". Der Fokus liege auf Familien, die "die demographische Krise in diesem Land – die Katastrophe, muss man so ehrlich sagen – natürlich entsprechend abgefedert wird, indem es eine vernünftige Familienpolitik gibt", so der Politiker. Auch Weidel als Mutter müsse unterstützt werden. Seine Partei wolle den "vollen Fokus auf eine vernünftige Familienpolitik" legen. Homosexuelle Paare sollten nicht grundsätzlich von Adoption ausgeschlossen werden: "Es gibt Fälle, wo das durchaus sinnvoll sein kann.", fügte er hinzu. Dies müsse "unter strengen Voraussetzungen" erfolgen. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück