# Schwestern aus Osnabrück feiern Schauspieldebüt im Kurzfilm „Bären ohne Visa“ Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-03T10:08:08+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-03T10:45:22+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/schwestern-aus-osnabrueck-feiern-schauspieldebuet-im-kurzfilm-baeren-ohne-visa-750843/ Kategorie: Aktuell --- Die Sommerferien 2026 bleiben für Margarete und Rose Marshall eine besondere Erinnerung. Die Schwestern waren viel unterwegs. Das Highlight: Fünf Tage standen sie im Erzgebirge für „Bären ohne Visa“ vor der Kamera. Im Gespräch mit der HASEPOST berichten sie von ihren Erlebnissen. ## Schauspieldebüt mit elf und neun Jahren Margarete und Rose Marshall erzählen begeistert von ihren Sommerferien und ersten Schauspielerfahrungen. Neben einem Urlaub in Ungarn, Zeltlager und Trips nach Wien und Hamburg sind die Schwestern auch ins Erzgebirge gereist und standen hier das erste Mal vor der Kamera. Margarete verbrachte außerdem noch einige Tage in Erfurt, da sie [Mitglied des KiKA-Kinderrates](https://hasepost.de/fuenftklaesslerin-bei-kika-das-macht-margarete-marshall-aus-osnabrueck-im-kinderredaktionsrat-660362/) ist. Sie hatten sich ein Casting gewünscht und Mutter Marie-Ann Marshall war bei demAufruf für „Bären ohne Visa“ aufmerksam geworden: „Gesucht wurden zwei Mädchen mit asiatischen Wurzeln zwischen acht und 14 Jahren, die Schwestern spielen sollten. Da dachte ich mir, das klingt perfekt!“ Dann ging alles ganz schnell, erinnern sich die Schwestern, und plötzlich standen sie in den Sommerferien im Erzgebirge vor der Kamera von Yunus Çağ Köylü, der in diesem Jahr für seine Bildgestaltung mit dem Nachwuchspreis des Deutschen Kamerapreises ausgezeichnet wurde, und Regisseurin und Grimme-Preisträgerin Claudia Tuyết Scheffel. ### „Bären ohne Visa“ thematisiert Identität und Grenzen Margarete und Rose sind beide in Osnabrück geboren und aufgewachsen. Trotzdem erleben sie immer wieder, dass andere Menschen ihre Herkunft infrage stellen. „Häufig werden wir gefragt: ‚Wo kommst du her?‘ und wenn wir antworten aus Osnabrück, dann haken die Leute nach: ‚Nein, wo kommst du wirklich her?‘ Das ist echt ein komisches Gefühl“, sagt Margarete. Auch der Kurzfilm rückt Fragen nach Identität und Zugehörigkeit in den Fokus. Regisseurin Scheffel verarbeitet autobiographische Aspekte und erzählt die Geschichte zweier Schwestern, die mit einer asiatischen Mutter und einem deutschen Vater im Erzgebirge aufwachsen. Sie verwebt die Erfahrungen mit der Geschichte eines weißen und eines braunen Bären. Die Dreharbeiten sind abgeschlossen, der Film findet sich in Produktion. 2027 soll „Bären ohne Visa“ Premiere feiern und anschließend auf Filmfestivals gezeigt werden. ### Zeitreise in die 2000er Viel Spaß hatte Margarete auch bei der Kostümprobe. „Wir haben mega coole Klamotten bekommen und sahen plötzlich irgendwie ganz anders aus!“, erinnert sie sich. Mit dem für die 2000er typischen Seitenscheitel konnte sie sich allerdings nicht ganz anfreunden. Der wahre Kulturschock kam jedoch, als Margarete und Rose mit einem Discman Musik hören und mit einem Gameboy spielen sollten. Mutter Marie-Ann erinnert sich: „Wir Erwachsenen waren total nostalgisch und die Kinder total perplex. Das war schon ein spannender Moment. Margarete und Rose kennen ja nur Smartphones und AirPods.“ ### Viel Spaß und Flexibilität am Set Die Stimmung am Set war immer super, da sind sich nicht nur die Schwestern, sondern auch ihre Mutter einig. „Es haben mich alle akzeptiert, wie ich bin“, erinnert sich Rose und Margarete ergänzt: „Wir hatten super viel Spaß, die anderen waren nur echt grottig im Werwolf spielen.“ Überrascht hat vor allem, wie viele Wiederholungen manche Takes brauchen und wie flexibel die Dreharbeiten sind. Bei schlechtem Wetter muss umdisponiert werden, Nebengeräusche können einen ganzen Take versauen und einmal mussten sie sogar eher eine Unterkunft verlassen. ### Rundum positive Schauspielerfahrung Marie-Ann Marshall war alle fünf Tage mit ihren Töchtern am Set. Kinderbetreuerin Julia kümmerte sich jedoch so gut um Margarete und Rose, dass auch ihre Mutter die Erfahrung genießen konnte. „Julia war super. Sie hat Margarete und Rose immer gefragt, ob alles okay ist, und auf Pausen und Arbeitszeiten geachtet“, erinnert sie sich. Das habe jedoch für das gesamte Set gegolten: Die Schwestern seien auf Augenhöhe behandelt und immer mit einbezogen worden. ### Traumberuf Schauspielerin? Am Ende sind Margarete und Rose sich einig: Die Erfahrung am Filmset von „Bären ohne Visa“ war großartig. Ob sie nochmal vor der Kamera stehen wollen? – „Ja!“ --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück