# Schwesig will trotz SPD-Niederlage regieren Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-20T22:12:05+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-20T22:12:09+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/schwesig-will-trotz-spd-niederlage-regieren-758179/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Manuela Schwesig (SPD) strebt nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern eine neue Regierung an, obwohl ihre Partei die Spitzenstellung verloren hat. Die AfD wurde stärkste Kraft, doch alle anderen Parteien außer dem BSW lehnen eine Zusammenarbeit ab. ## Schwesig sieht Mandat für stabile Regierung "Analysen zeigen, dass weiterhin über 60 Prozent der Menschen sich wünschen, dass ich meine Arbeit als Ministerpräsidentin fortsetze,", sagte Schwesig am Wahlsonntag dem Sender Phoenix. Sie habe ein hohes Vertrauen erhalten und wolle diesem gerecht werden. Es sei möglich, "wieder eine demokratische, stabile Regierung zu bilden". Trotz des Erfolgs der AfD habe sich eine große Mehrheit der Wähler gegen diese Partei ausgesprochen. "Wir müssen uns aber alle selbstkritisch fragen: Warum kann die AfD hier im Land so stark abschneiden". ### Kritik an Bundesregierung und Rentenpolitik Schwesig übte Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der Bundesregierung. Im Koalitionsvertrag sei die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren vereinbart worden. „Wenn der Kanzler wegen einer Kommission vorhat, das einfach zu ändern, dann finde ich das nicht richtig“. Der Unmut bei den Bürgern über diese Vorgehensweise sei gewaltig. "Bundeskanzler und Bundesregierung müssen sich fragen, wenn sie in meinem Bundesland nur noch fünf Prozent Zustimmung für den Kanzler und sechs Prozent für die Regierung haben, ob sie nicht den Kurs kritisch überdenken müssen." Die Menschen bräuchten Unterstützung. "Das Leben muss bezahlbarer werden, es geht um Entlastung und nicht Belastung." Sie selbst habe jedoch keinerlei bundespolitische Ambitionen und bleibe "selbstverständlich" in Schwerin. ### Hochrechnungen und Regierungsoptionen Laut Hochrechnungen von ARD und ZDF erreichte die SPD mit 35,7 Prozent ein starkes Ergebnis. Sollte das BSW (4,9 Prozent) in den Landtag einziehen, wäre weder mit Grünen (5,5 Prozent) und CDU (5,0 Prozent) noch mit Grünen und Linken (6,6 Prozent) eine Mehrheit zu erreichen. Die CDU muss weiter um den Einzug bangen. Die AfD liegt mit 37,9 Prozent vorne, doch alle anderen Parteien außer dem BSW schließen eine Zusammenarbeit aus. In Berlin könnte die Linke (25,1 Prozent) mit Grünen (14,4 Prozent) und SPD (12,1 Prozent) regieren. Die CDU (19,1 Prozent) würde voraussichtlich aus der Regierung fliegen, die AfD (16,1 Prozent) in die Opposition. Das BSW (4,9 Prozent) kämpft noch um den Einzug ins Abgeordnetenhaus. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück