# Schweitzer fordert Klarheit von Union in Kanzlerfrage Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-24T05:12:09+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-24T05:12:13+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/schweitzer-fordert-klarheit-von-union-in-kanzlerfrage-759427/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Alexander Schweitzer hat sich indirekt offen für einen Kanzlertausch durch die Union gezeigt. Gleichzeitig kritisierte er die Auftritte von Bundeskanzler Friedrich Merz und forderte programmatische Klarheit statt Personaldebatten. ## Kritik an Merz und Forderung nach Klarheit Die SPD sei koalitionstreu und ein stabiler Partner, betonte Schweitzer im Gespräch mit dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". "Die SPD ist koalitionstreu. Wir sind ein stabiler Koalitionspartner. Sollten CDU und CSU sich auf andere Wege begeben, was den Kanzler angeht, wird die SPD das staatspolitisch vernünftig beantworten". Die Union müsse ihre Führungsfrage verlässlich klären, so der ehemalige rheinland-pfälzische Ministerpräsident und aktuelle SPD-Landesvorsitzende. "Zunächst wäre es wichtig, dass die Union Klarheit schafft. Denn diese Hängepartie tut dem Land nicht gut." Die CDU destabilisiere den Kanzler. "Deshalb muss auch die CDU beantworten, wie es weitergeht". ### Schlechte Kommunikation als Problem Scharf kritisierte Schweitzer die Auftritte von Merz. "Es ist ja offensichtlich, dass Auftritte und die Sprache des Bundeskanzlers die Menschen nicht erreichen". "Schlechte Kommunikation ist nicht an allem schuld. Aber schlechte Kommunikation kann auch gute Politik kaputt machen. Das muss sich ändern." ### Keine Personaldebatten, sondern Programmatik Gegen Personaldebatten in der SPD, bei der Parteichefs Lars Klingbeil und Bärbel Bas in der Kritik stehen, positionierte sich Schweitzer klar. „Wir sollten uns nicht in Personaldebatten verlieren“. „Die Situation der Parteien der demokratischen Mitte ist aber angesichts der Wahlerfolge von Populisten keine, die sich über Personalfragen auflösen lässt. Wir brauchen Klarheit in programmatischen und grundsätzlichen Fragen.“ Auf dem SPD-Konvent im Dezember solle man über den Kurs der Partei "nicht über Köpfe" diskutieren. Als positives Beispiel nannte er Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, die bei der Landtagswahl mit 35 Prozent den Bundestrend der SPD ums Dreifache übertroffen hatte. Schwesig stehe für „klares Auftreten und klare Programmatik – und hohe Zivilcourage auch im Umgang mit der politischen Konkurrenz“, so Schweitzer. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück