# Schriftsteller Schlink kritisiert Ausgrenzung der AfD im Parlament Datum: 10.06.2026 20:39 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/schriftsteller-schlink-kritisiert-ausgrenzung-der-afd-im-parlament-721249/ --- Der Jurist und Schriftsteller Bernhard Schlink hat den parlamentarischen Umgang mit der AfD kritisiert und vor Folgen für das Vertrauen in demokratische Institutionen gewarnt. In einem Gespräch mit dem Podcast "Einspruch" der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sprach er sich zugleich für mehr parlamentarische Verantwortung der AfD und für die Einrichtung von Bürgerräten aus. Zugleich äußerte er deutliche Kritik am Straftatbestand der Politikerbeleidigung. ## Schlink kritisiert Umgang mit AfD im Parlament Der Jurist und Schriftsteller Bernhard Schlink sieht nach eigenen Worten „keine Perspektive“ für einen Abbau der politischen Brandmauer zur AfD. Problematisch sei jedoch, „dass man die AfD `an den parlamentarischen Ritualen und Konventionen nicht so teilnehmen lässt wie alle anderen`“, sagte Schlink dem Podcast „Einspruch“ der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Schlink verwies dabei unter anderem auf die Ablehnung von AfD-Kandidaten für Ausschussvorsitze und Vizepräsidentschaften. Ein solches Vorgehen sei nicht nur institutionell heikel, sondern sende auch ein politisches Signal an viele Bürger, vor allem in Ostdeutschland, nicht gehört zu werden. Gerade darin liege eine zusätzliche Gefahr für das Vertrauen in die demokratischen Institutionen. ### Mehr Verantwortung für AfD-Abgeordnete Zugleich deutete Schlink an, dass mehr parlamentarische Verantwortung für AfD-Abgeordnete auch zu einer anderen Dynamik führen könnte. Wenn Abgeordnete der Partei selbst in den Parlamentsbetrieb eingebunden seien und dort für Ordnung und Verfahren mitverantwortlich würden, könne das durchaus eine positive Wirkung entfalten, behauptete er. ### Vorschlag Bürgerräte und Kritik an Politikerbeleidigung Mit Blick auf die Frage, wie sich das Vertrauen in die Demokratie insgesamt stärken lasse, sprach sich Schlink im Podcast „Einspruch“ der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ für die Einrichtung von Bürgerräten aus. Diese seien „eine milde Form von direkter Demokratie“ und könnten dazu beitragen, politische Energie in fruchtbarere Bahnen zu lenken, als das gegenwärtig teils der Fall sei. Auch zum Straftatbestand der Politikerbeleidigung äußerte sich der frühere Staatsrechtslehrer und Landesverfassungsrichter kritisch. Diesen bezeichnete Schlink als „bizarr“. Politiker müssten seiner Auffassung nach „ein dickes Fell haben“. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück