# Schnurbein fordert klare Kante der Linken Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-28T00:32:04+01:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-28T00:32:09+01:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/schnurbein-fordert-klare-kante-der-linken-771524/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Die Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Katharina von Schnurbein, verlangt von der Führung der Linken entschiedenes Handeln gegen Antisemitismus. Sie kritisiert, dass interne Sondierungsgespräche zum Thema nötig waren, und bewertet die jüngsten Beschlüsse der Partei zurückhaltend. Gleichzeitig warnt sie vor der Gefahr durch extreme politische Lager. ## Kritik an Sondierungsbedarf und internen Widerständen Katharina von Schnurbein, Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, äußerte sich in der "Rheinischen Post" zur Debatte um die Berliner Linke. "Es spricht Bände, dass es zum Thema Antisemitismus Sondierungsgespräche geben musste", betonte sie. Die Tatsache, dass solche Gespräche überhaupt geführt werden mussten, deute auf ein strukturelles Problem hin. Die Linke hatte kürzlich eine Erklärung zur Anerkennung des Existenzrechts Israels verabschiedet und ein Expertengremium eingesetzt. Von Schnurbein bewertete dies mit Einschränkung: "gar nicht schlecht, wenn es umgesetzt würde." Dass 120 Parteimitglieder diese Beschlüsse ablehnen, bezeichnete sie als "ist alarmierend. Die Führung der Linken muss jetzt handeln und Pflöcke einschlagen, vor einer möglichen neuen Koalition". ### Warnung vor extremen politischen Rändern Von Schnurbein weitete ihre Kritik auf die Gefahr durch extreme politische Lager aus. "Die extremen Ränder des politischen Spektrums, also Islamisten, Linke und Rechte, können sich auf sehr wenig einigen, aber sie können sich auf Antizionismus und Antisemitismus einigen. Das muss man sich klarmachen. Die Gefahr für die Demokratie kann man nicht überschätzen". Diese Einschätzung unterstreicht aus ihrer Sicht die Dringlichkeit, mit der die Linke handeln müsse. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück