# Schnitzer unterstützt Merz’ Reformkurs Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-22T11:42:10+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-22T11:42:15+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/schnitzer-unterstuetzt-merz-reformkurs-758757/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Die Vorsitzende des Sachverständigenrats, Monika Schnitzer, lobt das Festhalten von Friedrich Merz an den Reformen nach den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Zugleich warnt sie vor den Folgen eines Spritpreisdeckels und der Vergesellschaftung von Immobilienkonzernen. ## Lob für Reformkurs, Kritik an Entlastungsdebatte Monika Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigenrats, findet es gut, dass Friedrich Merz an den Reformen festhält. "Ja, ich finde es gut, dass Merz an den Reformen festhält", sagte sie dem "Spiegel". "Die sind ein Gesamtkonzept, das man nicht wegen einzelner Wahlergebnisse über den Haufen werfen sollte." Zugleich kritisiert sie die aktuelle Debatte über Entlastungen und die mögliche Rücknahme einzelner Schritte. Besonders stark von Reformen Betroffene müssten zwar gezielt unterstützt werden. Doch Schritte wie der Tankrabatt oder die Rente mit 63 seien nicht zielgenau. ### Warnung vor Spritpreisdeckel und Enteignungen Schnitzer warnt vor den Folgen des angekündigten Spritpreisdeckels. Erfahrungen aus Luxemburg und Belgien zeigten, dass dem Staat oft die Informationen fehlen, um einen Höchstpreis korrekt festzusetzen. Ein zu hoher Deckel könnte die Preise in Regionen mit niedriger Zahlungsbereitschaft – etwa in Ostdeutschland – sogar steigen lassen. Ein zu niedriger Preis führe dagegen zu Knappheiten, weil Mineralölkonzerne das Benzin dann lieber anderswo verkaufen würden. Skeptisch äußert sich die Wirtschaftsweise zum Wahlversprechen der in Berlin siegreichen Linken, Immobilienkonzerne zu vergesellschaften. "Sollten die Konzerne tatsächlich enteignet werden, muss man sie entschädigen. Das wird sehr teuer, woher sollen die Milliarden kommen?" ### Vorschläge für Berliner Wohnungsbau Schnitzer hofft, dass die nächste Landesregierung in Berlin über die Bebauung von Brachflächen nachdenkt. Als Wirtschaftsweise habe man die Einführung einer Grundsteuer C empfohlen, eine Art Strafsteuer für unbebaute Grundstücke. Auch eine teilweise Bebauung des Tempelhofer Felds hält sie für möglich. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück