# Sanofi offen für moderat höheren Rabatt auf Medikamente Datum: 18.06.2026 12:39 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/sanofi-offen-fuer-moderat-hoeheren-rabatt-auf-medikamente-723759/ --- Sanofi-Deutschlandchefin Heidrun Irschik-Hadjieff zeigt sich grundsätzlich offen für eine moderate Erhöhung des Herstellerabschlags auf verschreibungspflichtige Medikamente, warnt jedoch vor mangelnder Planbarkeit bei einem dynamischen Modell. Hintergrund sind Pläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU), den Herstellerabschlag im Rahmen des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes (GKV-BStabG) neu zu regeln. ## Sanofi-Chefin offen für moderat höheren Abschlag Heidrun Irschik-Hadjieff Mit dem von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) ### Sorge um Planbarkeit und Kritik an Sonderrolle der Pharmaindustrie Irschik-Hadjieff äußerte im POLITICO-Podcast Vorbehalte gegenüber einem dynamischen Herstellerabschlag. Ein solches Modell sei „wie eine Glaskugel zu lesen“. „Planbarkeit ist aber im Hinblick auf Investitionen ganz entscheidend“, betonte die Sanofi-Deutschlandchefin. „Investitionen trifft man ja nicht kurzfristig, sondern mittel- bis langfristig. Und daher wollen wir einen Rahmen, Rahmenbedingungen, die uns die Planbarkeit besser ermöglichen.“ Zugleich hob Irschik-Hadjieff die besondere Stellung der Pharmaindustrie im Vergleich zu anderen Branchen hervor. Der Pharmasektor sei die einzige Wirtschaftsbranche, „die so einen Herstellerrabatt zurückzahlt an die Kassen“, erklärte sie in dem Podcast. Es sei „schwer nachvollziehbar, warum nicht in anderen Industrien Ähnliches gefordert“ werde. „Man könnte ja von der Kfz-Industrie eine Steuer auf Verbrennungsmotoren fordern als Strafe. Das ist nicht der Fall“, so Irschik-Hadjieff weiter. Sie verwies darauf, dass die Pharmaindustrie im vergangenen Jahr bereits mit 29 Milliarden Euro an Rabatten zur Stabilisierung des Gesundheitssystems beigetragen habe. ### Koalitionspläne für dauerhafte Anhebung Derzeit wird über das GKV-BStabG im Bundestag debattiert. Nach Informationen von POLITICO plant die Koalition, den Herstellerrabatt zwar stabil zu halten, ihn aber von 7 Prozent auf 15,5 Prozent anzuheben. Dabei soll es sich den POLITICO-Informationen zufolge um einen unbefristeten Rabatt handeln. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück